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Raubkatze auf dem Sprung Wie Jaguar Audi und BMW angreifen will

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Wenn das Wachstum zum Problem wird

Ein neues, günstigeres Einstiegsmodell und ein trendiges SUV: Mit seinen neuen Modellreihen zielt Jaguar nicht auf die Nischen, sondern versucht in den Kernsegmenten den deutschen Herstellern Kunden abzunehmen. Hält der Kundenstrom der vergangenen Jahren an, werden sich die jüngsten Investitionen rentieren – und den Autobauer vor neue Probleme stellen: den eigenen Erfolg.

Zusammen mit Land Rover kommt Jaguar auf eine CO2-Emission von 182 Gramm pro Kilometer – diese Zahl nennt der Konzern in seinem im vergangenen November veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht. Schnelle Sportwagen und schwere SUV sind eben keine Spritsparwunder.

Neuzulassungen in Deutschland 2014

Erlaubt sind seit 2015 in der EU noch 130 Gramm, Jaguar Land Rover profitiert aber von einer Ausnahmeregelung: Für kleinere Hersteller, die maximal 300.000 Autos pro Jahr in den EU-Ländern verkaufen, gilt ein anderer Zielwert: Gegenüber dem Basisjahr 2006 müssen diese Hersteller 25 Prozent einsparen. Im Falle von JLR sind dann noch 180 Gramm erlaubt.

Sollten die beiden Marken mit ihren neuen Modellen aber weiter so stark wachsen, könnten sie diesen Bonus verlieren. Und dann droht ab 2020 ein Grenzwert von nur noch 95 Gramm, was einem Verbrauch von 4,1 Litern Benzin oder 3,6 Litern Diesel entspricht.

Die Lösung der großen Hersteller sind derzeit Plug-In-Hybride. Mit den Teilzeit-Stromern sind im Normverbrauch Emissionen von weniger als 50 Gramm pro Kilometer möglich. Unter diesem Grenzwert können die vermeintlichen Sparwunder mehrfach auf den Flottenverbrauch angerechnet werden. Ein Trick, auf den die Briten vorerst verzichten wollen.

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„Mit unserem Aluminium-Leichtbau und den neuen sparsamen Motoren kommen wir beim XE bereits heute auf 99 Gramm CO2 pro Kilometer“, sagt Stride. „Wir haben in der Entwicklung einen Hybrid diskutiert, aber zunächst verworfen, weil das den Wagen für den Kunden mit den aktuell verfügbaren Technologien deutlich teurer, aber nicht viel sparsamer gemacht hätte.“

Ob der Plan aufgeht oder der eigene Erfolg einen Strich durch die Rechnung macht, werden nicht nur die Jaguar-Manager genau beobachten.

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