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Rekordumsatz, Rekordverlust Tesla steht voll unter Strom

Der kalifornische Elektroautohersteller Tesla macht trotz Rekordumsatz auch einen Rekordverlust. Die größte Investition, eine gigantische Batteriefabrik, steht jedoch kurz bevor.

Die schnellsten Elektroflitzer
Audi R8 e-tron Erst sollte er nicht in Serie gehen, jetzt kommt er doch. Der Audi R8 e-tron. Auf der Teststrecke fährt er bis zu 200 km/h Spitze. Quelle: Audi
BMW i8Der E-Hybrid-Flitzer aus München ist vorne dabei, wenn es um Schnelligkeit geht. Mit Hybridunterstützung liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 250 Km/h, rein elektrisch sind es 120 Stundenkilometer. Quelle: BMW
Porsche Panamera S E-HybridZumindest mit Hybridunterstützung istder Porsche Klassenbester. Auf 270 km/h bringt er es, rein elektrisch auf 135 km/h. Der Spaß hat seinen Preis. Ab 110.409 Euro ist der E-Porsche zu haben. Quelle: Porsche
Tesla RoadsterWer sagt, dass Elektroautos nur was für Öko-Latschen-Träger sind und nicht schnell und sexy sein können? Der Tesla Roadster beweist das Gegenteil. Mit 288 PS kommt er in 3,7 Sekunden von 0 auf 97 Stundenkilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei vollen 201 km/h. Quelle: Tesla
Volvo V60 HybridEin sparsamer Dieselmotor plus ein emissionsfreier und effizienter E-Motor samt großer Batterie, das ist der neue Volvo V60 D6 AWD. Er kombiniert einen 215 PS starken Fünfzylinder-Diesel mit einem 70 PS-Synchronmotor. So kommt der Diesel-Hybrid auf eine Systemleistung von 280 PS. Von null auf hundert beschleunigt der zwei Tonnen schwer Schwede in sieben Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: Satte 230 km/h. Quelle: Volvo
Tesla Model SDer Markenbruder Tesla S unterscheidet sich was die Spitzengeschwindigkeit angeht kaum - er bringt es auf 200 Stundenkilometer. Quelle: Tesla
Jetcar ElektroSieht nicht nur interessantaus, ist auch schnell: Auf 160 km/h Spitzengeschwindigkeit bringt es das Jetcar. Quelle: Presse

Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla machte im zweiten Quartal 2014 trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs deutlich höhere Verluste. Der Fehlbetrag verdoppelte sich im Vergleich zum vergangenen Jahr auf 61,9 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Tesla verweist auf hohe Investitionen zur Modernisierung und zum Ausbau des Fertigungswerks in Fremont sowie dem Aufbau eines Schnellladenetzes.

Der Umsatz stieg um 90 Prozent von 402 Millionen auf 769,3 Millionen Dollar. Tesla verkaufte im zweiten Quartal 2014 die Rekordzahl von 7579 E-Autos. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen mit 7800 Fahrzeugen einen weiteren Rekord. Für Gesamtjahr erwartet Tesla 35 000 Auslieferungen vom Model S, das in der günstigsten Variante 70.000 Dollar kostet. Vorausgesetzt „makroökonomischen Schocks“ bleiben aus, werden es Ende 2015 über 100.000 Fahrzeuge sein, hofft Musk, der mit seinem Raumfahrt-Unternehmen Space X auch in den Satellitenmarkt eingestiegen ist. 2013 verkaufte Tesla noch lediglich 22 500 Fahrzeuge.

Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

Auch in Deutschland befindet sich Tesla auf Expansionskurs. Gerade baut das Unternehmen sein Netz an Ladestationen aus und arbeitet dafür mit der Deutschen Bahn zusammen.

Standort-Poker

Aber Tesla-Gründer Elon Musk mag es gerne richtig groß: Im Westen der USA will er zusammen mit dem japanischen Elektronik-Giganten Panasonic die größte Lithium-Ionen-Zellfabrik der Welt bauen. Die heißt deshalb auch Gigafactory und soll mit bis zu 400 Hektar doppelt so groß wie der Stadtstaat Monaco werden.  Bis 2020 soll sie rund fünf Milliarden US-Dollar kosten und etwa 6500 Arbeitsplätze schaffen.

Noch pokert Musk jedoch um den besten Standort. Kandidaten sind Arizona, Nevada, Kalifornien, Texas  und New Mexico. „Bevor wir jede Menge Beton irgendwo reingießen wollen wir sicherstellen, dass alle Anreize und Prozeduren vorhanden sind“, sagt Musk. Das heißt:  Musk will für Tesla Subventionen. Wer gibt das billigste Land und sorgt für die Infrastruktur? Und der so eigenwillige wie charismatische Tesla-Chef will nicht durch übereifrige Verwaltungen und einschränkende Gesetze gestört werden: „Jetzt liegt der Ball auf der Seite des Gouverneurs von Nevada und der gesetzgebenden Kammern.“

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