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Rückrufe Fiat-Chrysler droht 800-Millionen-Dollar-Strafe

23 Mal musste Fiat Crysler in den vergangenen beiden Jahren Autos in den USA zurückrufen. Weil der Autobauer die zuständige US-Behörde nicht ausreichend informiert haben soll, droht jetzt eine Millionen-Strafe.

Pick-ups der Chysler-Tochter Dodge: Fiat-Chrysler droht eine Millionen-Strafe Quelle: AP

Wegen mangelhafter Rückrufaktionen droht dem Autobauer Fiat Crysler Automobiles (FCA) eine Strafe von 800 Millionen Dollar. Die US-Behörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) beschuldigt den Konzern, bei Rückrufaktionen mehrfach gegen US-Gesetze verstoßen zu haben.

Bei den 23 Aktionen seit 2013 mit mehr als 11 Millionen betroffenen Fahrzeugen habe FCA Informationen zurückgehalten und die NHTSA im Dunkeln gelassen, so der Vorwurf. "Die Beweislage ist klar", sagte NHTSA-Chef Mark Rosenfield. "Es gab ein gewisses Muster, nachdem FCA vorgegangen ist." Damit habe der Autobauer die Arbeit der Behörde behindert. Er sehe "kaum ein Szenario, bei dem die NHTSA untätig bleiben könne", so Rosenfield.

US-Behörde untersucht Dodge wegen Wegrollgefahr
Behörde untersucht weitere Fiat-Chrysler-Wagen Quelle: AP
BMW ruft Autos zurück Quelle: dpa
Toyota - Millionen fehlerhafter AirbagsToyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen. Quelle: dpa
VW und Audi rufen wegen Feuergefahr 281.000 Autos in USA zurück Volkswagen ruft 281.500 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Brandgefahr zurück. Es geht Fahrzeuge der Marken VW und Audi, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht vom 7. Oktober hervorgeht. Bei den Fahrzeugen könne in Folge von Lecks Benzin austreten und Feuer ausbrechen. Allerdings seien entsprechende Vorfälle noch nicht berichtet worden. Auch habe es keine Verletzten gegeben. Quelle: dpa
Fiat Chrysler ruft fast zwei Millionen Fahrzeuge zurück Quelle: dpa
General Motors ruft über 4 Millionen Fahrzeuge zurückGeneral Motors ruft wegen eines Defekts an der Airbag-Software weltweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge zurück. In seltenen Fällen könne der Bordcomputer in den Testmodus umschalten, erklärte der US-Autobauer am Freitag in Detroit. Die vorderen Airbags würden dann im Fall eines Unfalls nicht auslösen. Auch die Sitzgurte funktionierten möglicherweise nicht. Der Fehler werde mit mindestens einem Todesfall und drei Verletzten in Verbindung gebracht. GM werde die betroffenen Kunden informieren und die Software kostenfrei aktualisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Rückruf der 4,28 Millionen betrifft unter anderem bestimmte Modelle von Buick, Chevrolet und Cadillac der Modelljahre 2014-2017, allein 3,6 Millionen davon in den USA. Quelle: dpa
Mazda ruft 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück Mazda ruft wegen Problemen mit der Heckklappe weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Rostschutzlackierung der Heckklappenaufhängung sei nicht ausreichend, erklärte der japanische Autohersteller am Donnerstag. Im Laufe der Zeit könne daher mit Streusalz vermischtes Wasser dazu führen, dass die Aufhängung bricht und die Heckklappe abfällt. Berichte über Unfälle oder Verletzte lägen jedoch nicht vor. Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle des Kompaktwagens Mazda 3 der Jahrgänge 2010 bis 2013 sowie Vans des Typs Mazda 5 von 2012 bis 2015. Ebenfalls betroffen sind bestimmte Modelle des CX-5 von 2013 bis 2016 und des SUVs CX-3 von 2016. Händler tauschten beide Aufhängungen aus, erklärte Mazda. Kunden erhielten noch im September oder im Oktober nähere Informationen. Quelle: dapd

Für jeden der 23 Rückrufe droht nun eine Strafzahlung von 35 Millionen Dollar – insgesamt also rund 800 Millionen Dollar. Die Behörde will die Strafe allerdings nicht vor dem 17. Juli aussprechen, da bis dahin Frist zur öffentlichen Stellungnahme läuft. Darüber hinaus könnte die NHTSA FiatChrysler dazu zwingen, jedes noch nicht reparierte Auto zurückzukaufen. Über die möglichen Kosten dieses Rückkaufs ist allerdings noch nichts bekannt. Gegenüber den "Dteroit News" erklärte ein FCA-Vertreter, dass der Autobauer die Behörde nicht absichtlich irregeleitet habe.

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