Saab-Klage Spyker will drei Milliarden Dollar von GM

Der niederländische Sportwagenbauer Spyker hat General Motors wegen der Pleite der Tochter Saab auf Schadenersatz über drei Milliarden Dollar verklagt.

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Der Streit um den schwedischen Autobauer Saab könnte der ehemaligen Mutter General Motors ein Nachspiel vor Gericht einbringen. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker forderte von GM in einer Klage am Montag drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro). Der Vorwurf lautet, General Motors habe Saab bewusst in die Insolvenz fahren lassen, um einen Konkurrenzkampf mit dem schwedischen Traditionshersteller in China zu vermeiden. Aus diesem Grund habe GM den Einstieg eines chinesischen Investors verhindert, der Saab eine Restrukturierung und Fortführung der Geschäfte ermöglicht hätte, hieß es in der am Montag bei einem Bezirksgericht in den USA eingereichten Klage.

Autoklassiker von Saab und Volvo
Saab 92 Quelle: Saab 92
Saab Sonett Quelle: Saab Sonett
Saab 99 Quelle: Saab 99
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Volvo XC60 Quelle: Volvo XC60

Spyker habe untergehen sollen

Saab gehörte bis Anfang 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen Sportwagenbauer Spyker übernommen. Im Dezember musste Saab nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen aber Insolvenz beantragen, weniger als zwei Jahre nachdem GM die Sparte an Spyker verkauft hatte. Zuvor waren mehrere Versuche gescheitert, Investoren zu finden. Spyker-Chef Victor Muller sagte der Nachrichtenagentur Reuters, GM habe gehofft, dass sein Unternehmen mit Saab untergehe. Dies sei aber nicht geschehen. Der geforderte Schadenersatz gebe den Wert wieder, den Saab mit einem Einstieg eines chinesischen Investors dargestellt hätte. Finanziert werde die Klage von einer dritten Partei, die finanziell bei einem Erfolg beteiligt werden soll, die Muller aber nicht nennen wollte.

Interessen der Partner schützen

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Ein GM-Sprecher erklärte dem „Wall Street Journal“ lediglich, das Unternehmen werde die Klage prüfen und zu gegebener Zeit reagieren. Der US-Konzern, der noch über einen kleinen Anteil an Saab und ein Mitspracherecht verfügte, hatte für den Fall eines chinesischen Einstiegs mit dem Stopp technologischer Unterstützung gedroht. Dabei hatte GM auch darauf verwiesen, die Interessen seiner Allianz mit dem chinesischen Partner SAIC zu schützen.

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