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Second-Hand-Autos Deutschland ist Europas Gebrauchtwagen-Mekka

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Händler haben Probleme, gute Gebrauchte zu finden


Die spannendsten Fakten rund um den Autokauf
Pärchen schaut sich Gebrauchtwagen an Quelle: dpa
Auto fährt an Fahrradfahrern vorbei Quelle: dpa
Gebrauchtwagen mit Schriftzug Quelle: dpa
Autohecks in Reihe Quelle: dpa
Autokauf und das Internet97 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer besuchen Online-Marktplätze oder sogenannte Gebrauchtwagen-Börsen. Diese Plattformen sind auch 2012 die wichtigste Informationsquelle für diese Gruppe der Autokäufer. Neuwagenkäufer nutzen das Internet zu 60 Prozent, um sich zu informieren. Seit diese Portale existieren, hat sich der Kaufprozess für die Käufer ins Internet verlagert. Genutzt werden diese Plattformen etwas häufiger von Frauen als von Männern. Bezogen auf das Alter haben neben den jungen Autokäufern auch Vertreter der Generation 50+ diese Art des Neuwagenkaufs entdeckt. Interessant ist ferner: Käufer mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.000 Euro oder mehr sind die dort am stärksten vertretene Gruppe. Erstmals wurde im Rahmen des DAT-Reports auch die Nutzung von sozialen Netzwerken beim Autokauf abgefragt. Hier ergab sich, dass diese für den Fahrzeugkauf für junge Käufer durchaus eine Rolle spielen: Käufer bis zu einem Alter von 29 Jahren haben bis zu zehn Mal vor dem Kauf solche Internetseiten kontaktiert. Eine ähnliche Tendenz gilt für Personen, die zum ersten Mal ein Fahrzeug erwerben (sogenannte Erstkäufer). Diese informieren sich häufiger als Zusatzkäufer (kaufen ein weiteres Fahrzeug) und Ersatzkäufer (ersetzen ihr bisheriges Fahrzeug durch ein neues). Stark gewachsen ist zudem die Bedeutung von Online-Testberichten auf Internet-Portalen, wie sie von Automobilzeitschriften angeboten werden: Von 2011 auf 2012 stieg die Anzahl der Kontakte vor dem Kauf von 18 auf 31.   Quelle: dpa
Ältere Autofahrer setzen auf geringen Spritverbrauch und CO2-AusstoßDas Jahr 2012 war für Autofahrer ein teures Jahr. Auf die Frage „Ich bin bereit, mehr Geld fürs Auto auszugeben, wenn es dafür weniger verbraucht“, antworteten 70,1 Prozent mit „Trifft zu“, für 28,3 Prozent trifft dies nicht zu, 1,6 Prozent machten keine Angabe. Ältere Käufer stimmten der Aussage mehr zu als jüngere (Generation 50+: 71,2 % vs. bis 22 Jahre: 65,1 %). Ein durchschnittlicher Gebrauchtwagen verbrauchte 2012 wie im Vorjahr 7,1 Liter, ein Neuwagen 6,4 Liter Kraftstoff. Die Aussage „Ich bin bereit, mehr Geld für ein Auto auszugeben, wenn es weniger CO 2 ausstößt“, bestätigten 51,6 %, für 46,7 % trifft das nicht zu. Erstkäufer, die generell etwas preisbewusster kaufen, lehnten zu 55,6 % diese Aussage ab. Ältere Käufer sind CO 2-bewusster als Jüngere (Generation 50+: 56,4 % vs. Käufer bis 22 Jahre 43,9 %). Quelle: dpa-dpaweb
Erstkäufer sind sparsamWer sich in Deutschland zum ersten Mal einen Neuwagen kauft, ist im Schnitt 28 Jahre alt, weiblich, hat Abitur oder Realschulabschluss, 7,5 Jahre Fahrpraxis und ein Nettohaushaltseinkommen von 2.844 Euro. Der Durchschnittspreis für einen Neuwagen beträgt 26.780 Euro, Erstkäufer haben im Jahr 2012 15.290 Euro für einen Neuwagen ausgegeben. 57,4 Prozent der Erstkäufer haben das Fahrzeug ganz oder teilweise finanziert. Zehn Prozent aller NW-Käufer sind Erstkäufer (2011: elf Prozent). Die Erstkäufer von Gebrauchtwagen sind im Schnitt 27 Jahre alt, ebenfalls eher weiblich und haben Abitur oder einen Realschulabschluss. Sie verfügen über 6,5 Jahre Fahrpraxis und ein Nettohaushaltseinkommen von 2.302 Euro. Der Durchschnittspreis für einen Gebrauchtwagen beträgt 9.150 Euro, die Erstkäufer haben 2012 im Schnitt 5.720 Euro ausgegeben. Beim Markenhandel kostet ein Gebrauchtwagen durchschnittlich 12.730 Euro. 56 Prozent aller Erstkäufer von Gebrauchtwagen kauften auf dem Privatmarkt, 23 Prozent beim Markenhändler und 21 Prozent beim freien Händler. 21 Prozent aller Gebrauchtwagen-Käufer sind Erstkäufer (2011: 23 Prozent). Quelle: gms

Streng genommen fehlen all diese Autos dem deutschen Markt. Schon jetzt haben viele Händler Schwierigkeiten ihre Höfe zu füllen. Der Strom an ehemaligen Leasing-Fahrzeugen etwa ist in den vergangenen Jahren abgeebbt. Auch das - eine Folge der Krise. Viele Kunden haben in den wirtschaftlich unsicheren Zeiten ihre bestehenden Leasingverträge einfach verlängert, statt Kontrakte für ein neues Auto abzuschließen. Deshalb haben auch die Leasinggesellschaften weniger Neuwagen angeschafft. Die Fahrzeuge, die sie nun als Gebrauchtwagen abgeben, sind älter und fallen seltener in die Kategorie der in Deutschland so beliebten jungen Gebrauchten.

Wann welche Modelle günstig sind

Allerdings: Die jungen Gebrauchten sind nicht unbedingt die Modelle, die aus dem Ausland nachgefragt werden. Nach Osteuropa gehen vielmehr die alten, günstigeren, mit sechs oder mehr Jahren auf dem Buckel. Vor allem für die freien Händler, die im Gegensatz zu den Markenhändler deutlich ältere Fahrzeuge im Bestand haben, ist die wachsende Nachfrage aus Ländern wie Polen, Rumänien oder Ungarn positiv. Da sich für die alten Autos mit Kilometerständen von über 100.000 nur wenige deutsche Käufer finden, ist es fraglich ob sich die stärkere Nachfrage aus dem Ausland auf die Preise hierzulande niederschlägt.

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    Starkes innerdeutsche Preisgefälle

    Ob neuer oder alter Gebrauchter: Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die Deutschlandkarte. Wer sucht, beschränkt sich meist auf seine nahe Umgebung bis zu einem Umkreis von 100 Kilometern. Wer das Raster geografisch erweitert, hat deutlich bessere Chancen auf ein Schnäppchen. Denn das Preisgefälle innerhalb Deutschlands ist groß. Besonders günstig sind Gebrauchte in den Postleitzahlregionen 0 und 1, also dem nord- und ostdeutschen Raum zwischen Rostock und Zwickau. In Bayern und Baden-Württemberg sind die Preise deutlich höher. "Die Unterschiede erreichen einen Höchstwert von 26,5 Prozent bzw. 14.101 Euro zu 17.834 Euro für ein Modell mit vergleichbarere Ausstattung", erklärt Christian Maas, Sprecher des Onlineportals Mobile.de.

    Auto



    Je nach Hersteller und Bundeslang ergeben sich weitere, zum Teil deutliche Preisunterschiede. So bezahlt man in Nord- und Ostdeutschland für einen Audi rund 20 Prozent weniger als in Bayern. Mercedes-Modelle sind in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern günstig, im südlichen Bayern am teuersten. Hier liegt der Preisunterschied bei 15 Prozent ergab die Auswertung von mobile.de. Volkswagen werden dagegen in Franken am teuersten gehandelt. Hier liegt der Preis um fast 10 Prozent höhere als im Osten und Norden der Republik. Wer weiß, wie der Gebrauchtwagenmarkt tickt, kann also tüchtig sparen. Diesseits und jenseits der Grenzen.

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