Selbstfahrende Autos Google räumt Unfälle mit fahrerlosen Autos ein

Die selbstfahrenden Autos von Google sind in sechs Jahren in elf kleinere Unfälle verwickelt worden. Angeblich seien die Google-Autos aber nicht selbst schuld gewesen.

Ein selbstfahrendes Auto mit Technik von Google Quelle: dpa

Fahrerlose Autos von Google waren seit Beginn des Experiments in elf Verkehrsunfälle verwickelt. Es habe sich jedoch nur um unbedeutende Vorfälle mit „leichten Schäden und keinen Verletzten“ gehandelt, teilte Projektleiter Chris Urmson am Montag in einem Internetpost mit. Im Übrigen sei kein einziger Unfall auf den Selbstfahr-Modus der Wagen zurückzuführen. Die Zwischenfälle trugen sich den Angaben zufolge auf Teststrecken von insgesamt 2,8 Millionen Kilometern zu.

Google tüftelt seit sechs Jahren an fahrerlosen Autos. Die Zahl der Unfälle machte der Internetriese allerdings erst publik, nachdem die Nachrichtenagentur AP von drei Kollisionen berichtete, die das Unternehmen dem US-Staat Kalifornien meldete. Hintergrund ist ein seit September 2014 gültiges Gesetz, wonach als Voraussetzung für Lizenzen für Testfahrten auf öffentlichen Straßen sämtliche Unfälle angezeigt werden müssen.

Noch viele Hürden für selbstfahrende Autos

Die zuständige kalifornische Verkehrsbehörde lehnte es jedoch ab, Details zu den Unfällen zu nennen. Der Mangel an Transparenz rief Kritiker auf den Plan, die eine fahrerlose automobile Zukunft mit Argwohn betrachten. John Simpson, Projektleiter der unabhängigen Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog, wies etwa darauf hin, dass Googles Ziel ein Auto ohne Lenkrad und Pedale sei.

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Dies könne dazu führen, dass eine Person im Ernstfall nicht die Kontrolle über den Wagen übernehmen könne. Daher sei es „umso wichtiger, dass die Details jedes Unfalls publik werden - damit die Leute wissen, was los ist“, forderte Simpson.

„Nicht einmal war das selbstfahrende Auto der Grund für den Zwischenfall“, betonte Projektchef Chris Urmson in der Nacht zum Dienstag in einem Beitrag auf der Plattform „Medium“.

Sieben Mal seien andere Fahrer auf die Google-Wagen aufgefahren. Ansonsten seien sie an der Seite gestreift worden und bei einem Zusammenstoß sei ein anderes Auto an einem Stoppschild vorbeigerollt.

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