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Sixt Auslandsgeschäft sorgt für glänzendes Jahresergebnis

Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat 2014 mehr Geld verdient als je zuvor und damit die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Blick in die Zukunft ist bei Sixt trotzdem traditionell nur zurückhaltend positiv.

Die aufsehenerregendsten Kampagnen von Sixt
Sixtwerbung zu CSU-Chef Horst Seehofer Quelle: Screenshot
Sixtwerbung zu AfD-Vize Gauland Quelle: Screenshot
Sixt Merkel Quelle: Screenshot
Zum mittlerweile neunten Mal kommt es im Mai 2015 im Tarifkonflikt zwischen Deutscher Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL zum Arbeitskampf. Auf Twitter kursiert derzeit ein Bild, das eine witzige Reaktion des Autovermieters Sixt darauf zeigt: Ein Miet-Lkw der aussieht, als ob er einen Bahn-Waggon an Bord hätte, zusammen mit dem Spruch: "Die Bahn kommt". Quelle: Screenshot
Auch, als im April zum siebten Mal der Bahnstreik die Republik lahm legte, war das Grund genug für Sixt, Claus Weselsky erneut zum Mitarbeiter des Monats zu ernennen. Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Mario Draghi Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Mario Draghi

Dank glänzender Geschäfte im Ausland hat Sixt im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie zuvor. Das Konzernergebnis vor Steuern kletterte um 14 Prozent auf 157 Millionen Euro, wie der Autovermieter aus Pullach bei München am Dienstag mitteilte. Unterm Strich blieb ein Rekordgewinn von 110 Millionen Euro - das sind 16,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz erreichte mit einem Plus von fast 9 Prozent den Bestwert von 1,8 Milliarden Euro, beinahe 600 Millionen Euro davon stammen inzwischen aus dem Auslandsgeschäft.

Das Unternehmen habe die eigenen Erwartungen übertroffen, sagte Firmenchef Erich Sixt in München. „Es ist umso erfreulicher, wenn man das verhaltene konjunkturelle Umfeld in Europa in Rechnung stellt“, sagte Sixt. Treiber waren das klassische Vermietgeschäft, aber auch das Leasing.

Das Geschäft von Sixt

Als Wachstumsmotor habe sich das Auslandsgeschäft in der Autovermietung erwiesen, vor allem in den USA, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Allerdings schreibt Sixt in den Vereinigten Staaten, dem größten Autovermietmarkt der Welt, weiter Verluste; auch 2014 fiel dort "ein mittlerer bis höherer einstelliger Millionenbetrag" an, wie Finanzchef Julian zu Putlitz sagte. Die Bayern waren 2011 ins Vermietgeschäft in den USA eingestiegen und bauen seither für viel Geld ein Filialnetz und ein Image als Oberklasse-Anbieter auf. Die Leasingsparte, die der Konzern möglicherweise an die Börse bringen will, legte 2014 ebenfalls zu; allerdings warf sie mit einer operativen Rendite von 6,1 Prozent deutlich weniger ab als die Kernsparte Autovermietung mit 11,1 Prozent.

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Für 2015 äußerte sich Vorstandschef Erich Sixt "grundsätzlich optimistisch", auch wenn er - gewohnt vorsichtig. Der Gewinn vor Steuern soll stagnieren oder bestenfalls leicht steigen, der operative Umsatz leicht zulegen.

Für die Aktionäre, allen voran Erich Sixt selbst, zahlt sich das Rekordjahr 2014 aus: Die Dividende samt Bonus soll um je 20 Cent steigen auf 1,20 Euro je Stammaktie und 1,22 Euro je Vorzugsaktie. Der Vorstandschef hält rund 60 Prozent der Stammaktien an dem mehr als 100 Jahre alten Familienunternehmen.

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