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Smartphone steuert Funktionen Neuer E-Kleinwagen ID.Life von VW kommt 2025

ID.Life von Volkswagen. Quelle: dpa

Der ID.Life ist auf die junge, städtische Zielgruppe ausgerichtet und soll dementsprehcend auch einige Funktionen haben, die mit dem Smartphone steuerbar sind. Bis der Wagen erhältlich ist dauert es aber noch bis 2025.

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In dem ab 2025 geplanten E-Kleinwagen von Volkswagen werden sich wesentliche Funktionen durch das Smartphone der Nutzer steuern lassen. Der ID.Life, dessen Konzeptstudie der Konzern am Montag vor dem Beginn der Automesse IAA Mobility in München vorstellte, soll ein Betriebssystem bekommen, das die vollständige Einbindung externer Endgeräte erlaubt. So könnten zum Beispiel über ein Mobiltelefon oder Tablet nahezu „alle Funktionen kontrolliert“ werden, sagte eine Designerin mit Blick etwa auf Navigation- oder Entertainment-Module - „außer dem Fahren selbst“. Dazu ist eine komplexe Bord-Software nötig, die VW in seiner neuen Sparte Cariad in Eigenregie entwickelt.

Der ID.Life basiert - wie andere Modelle der reinen Stromer-Reihe - auf dem Elektro-Baukasten MEB. Das etwas mehr als 4 Meter lange und ab etwa 20.000 Euro erhältliche Auto soll auf eine junge, städtische Zielgruppe ausgerichtet sein, vorwiegend aus nachhaltigen Materialien gefertigt werden und ein eher minimalistisches Erscheinungsbild haben: „Je weniger Verzierungen, umso besser.“

Das Cockpit ist in einen Touchscreen im Lenkrad integriert, Außen- und Innenspiegel gibt es durch Kameratechnik nicht mehr. Auch eine kleine Filmleinwand und eine Computerspielkonsole sollen enthalten sein. Markenchef Ralf Brandstätter sagte, es gehe um „Integration des Autos in die Lebenswelt“. Produktionsland soll Spanien sein, wo die Wolfsburger den Aufbau einer weiteren Batteriezellfabrik anstreben.

Bisher hat Europas größter Autohersteller in dieser Reihe den Kompaktwagen ID.3 und den kleinen SUV ID.4 auf dem Markt. Anfang November soll das SUV-Coupé ID.5 kommen. In China gibt es bereits den großen SUV ID.6, der hierzulande erst 2023 erwartet wird.

Bis 2030 will die Hauptsparte des VW-Konzerns mehr als 70 Prozent ihrer Fahrzeuge in Europa vollelektrisch betreiben, in Nordamerika und China mindestens 50 Prozent. Klimaschützern geht der Umschwung von Verbrennern zu E-Autos jedoch noch nicht schnell genug: Sie fordern von Volkswagen die Festlegung auf konkrete Ausstiegsdaten für Diesel und Benziner. Außerdem werden Hybridwagen von ihnen wegen der häufig zugeschalteten Verbrennungsmotoren kritisch gesehen.

VW hatte die Entwicklung eines eigenen Elektro-Kleinwagens schon angedeutet, auch ein ID.2 in Polo-Größe war in der Diskussion. Auf der IAA zeigt das Unternehmen nun zudem eine Vorabversion des ID.5 mit Allradantrieb. Zu sehen sind diesmal nur elektrische Fahrzeuge.



Die Modelle sollen in den kommenden Jahren zunehmend auch auf das autonome Fahren ausgelegt werden - eine der Kernaufgaben von Cariad. Konzernchef Herbert Diess sagte: „Autonomes Fahren wird unsere Industrie wie nichts anderes zuvor verändern.“ Der Mobilitätsmarkt könne sich bis 2030 verdoppeln - VW kalkuliert mit dieser Entwicklung beim Aufbau seiner Software- und Dienstleistungsplattformen. Auch neue Nutzungskonzepte wie Abo-Modelle sollen an Bedeutung gewinnen.

Mehr zum Thema: VW wandelt sich in den nächsten Jahren zum E-Auto-Konzern, entwickelt autonome Fahrzeuge und baut neue Geschäftsmodelle. Was das für Technik und Zulieferer bedeutet, verrät Technik-Vorstand Thomas Schmall-von Westerholt.

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