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Streit um Segula-Übergang eskaliert Opel stellt nicht wechselwillige Mitarbeiter ab sofort frei

Exklusiv
Opel stellt nicht wechselwillige Mitarbeiter ab sofort frei Quelle: dpa

Der Streit um den Übergang von Opel-Abteilungen an den Ingenieurdienstleister Segula eskaliert. Mitarbeiter, die sich dem Betriebsübergang widersetzen, werden unwiderruflich freigestellt.

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Opel-Mitarbeiter, die sich einem Übergang zum Ingenieurdienstleister Segula widersetzen, werden ab 30. August unwiderruflich freigestellt. Dass geht aus einem Schreiben von Opel-Personalchef Ralph Wangemann hervor, das der WirtschaftsWoche vorliegt.

In dem Brief an einen betroffenen Mitarbeiter heißt es, es erfolge „die Freistellung unwiderruflich unter Anrechnung von Urlaub und zum Abbau eines etwaigen Arbeitszeitguthabens. Danach erfolgt die Freistellung widerruflich.“ Ab Anfang 2020 droht die Kündigung: „Die Freistellung endet, wenn sie seitens der Opel Automobile GmbH widerrufen wird bzw. wenn das Arbeitsverhältnis durch Kündigung endet.“

Hintergrund des Schreibens ist die Abtrennung von Opel-Abteilungen, die zum 30. August an Segula übergehen. Ausgelöst wurde der Umbau durch die Übernahme von Opel durch den Peugeot-Mutterkonzern PSA im August 2017. PSA will Synergien zwischen den beiden Autobauern nutzen. Rund 2000 Opelaner sollten ursprünglich zu Segula wechseln. Gut 1300 Mitarbeiter verlassen das Unternehmen über freiwillige Programme wie Altersteilzeit oder Abfindungen, rund 200 Opelaner wollen freiwillig zu Segula wechseln. Die restlichen knapp 500 betroffenen Mitarbeiter wurden zunächst in einen Opel-Teilbetrieb versetzt und sollen durch Betriebsübergang bei Segula landen. Dem haben mehrere Dutzend Mitarbeiter widersprochen. Sie sind nun von der Freistellung betroffen.

Ein Opel-Sprecher erklärte auf Anfrage der WirtschaftsWoche, dass die „gegen den Betriebsübergang widersprechenden Beschäftigten zunächst ihren tarifvertraglichen Kündigungsschutz bei Opel verlieren“.

Beschäftigte, denen nach ihrem Widerspruch gegen den Betriebsübergang betriebsbedingt gekündigt werde, hätten zudem keinen Anspruch auf eine Sozialplanabfindung. „Mitarbeiter, die dem Übergang widersprochen haben, wurden freigestellt, da ihr Arbeitsplatz und ihre Aufgaben zu Segula übergegangen sind“, so der Sprecher. Die Anzahl der Widersprüche liege „im niedrigen zweistelligen Bereich“.

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