Strenge Auflagen EU handelt CO2-Vorgaben für Autos aus

Die EU hat sich auf neue Klimaschutz-Vorgaben für Autos geeinigt. Für das Jahr 2020 gibt es einen Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer. Auch spezielle Boni sollen verteilt werden.

Diese Autos schonen Umwelt und Geldbeutel
Kategorie Kleinstwagen, Platz 1Der VW eco up! mit Erdgasantrieb ist in seiner Klasse ganz klar am saubersten und zugleich am günstigsten. Er ist mit 16.055 Euro Grundpreis zwar der teuerste Pkw unter den ersten dreien, punktet aber mit niedrigen Unterhaltskosten von 353 Euro pro Monat und ist im Umweltranking des EcoTest mit einer Wertung von 10 Punkten ganz vorne. Insgesamt (Wertung der Kosten addiert zur Wertung im EcoTest) erreicht er als einziges Auto die vollen 20 Punkte. Quelle: Volkswagen
Kategorie Kleinstwagen, Platz 2Der zweite Rang geht an den Peugeot 107 68 Active (Benziner). Sein Grundpreis liegt bei 10.800 Euro. Er erzielte im EcoTest eine Wertung von 5,8. Beim Unterhalt ist er mit rund 400 Euro pro Monat etwas teurer als die Konkurrenz von VW. Insgesamt erzielte er 11,5 Punkte. Quelle: Peugeot
Katergorie Kleinstwagen, Platz 3Fiat Panda Twinair Natural Power Quelle: Fiat
Kategorie Kleinwagen, Platz 1Die Kleinwagen-Liste wird von der Hybrid-Version des Toyota Yaris angeführt. Sein Erfolgsrezept: Ein moderater Monatspreis von 440 Euro (Grundpreis 18.300 Euro) verbunden mit einem sauberen und sparsamen Antrieb, der ihm eine glatte 10 im EcoTest einbringt. Insgesamt kommt der Yaris auf 18,9 Punkte und liegt damit nur wenig hinter dem Kleinstwagen-Sieger VW Up!. Quelle: dapd
Kategorie Kleinwagen, Platz 2Auf Platz zwei liegt der mit Flüssiggas betriebene Opel Corsa 1.2 LPG. Er ist sauber, sparsam und punktet bei den Gesamtkosten mit dem günstigen LPG-Antrieb (Autogas). So schafft er es bei einem Grundpreis von 16.585 Euro auf geringe monatliche Kosten von 419 Euro. Insgesamt kommt er auf 18,3 Punkte und ist dem Yaris so heiß auf den Fersen. Quelle: General Motors
Kategorie Kleinwagen, Platz 3Der konventionell motorisierte Renault Clio TCe 90 setzt auf einen kleinen aufgeladenen Benzin-Dreizylinder mit Start-Stopp-Automatik und kommt auf Rang drei. Sein Grundpreis ist mit 16.300 Euro zwar der niedrigste der drei Saubermänner, weil er aber nicht so sparsam ist wie die Konkurrenz sind die monatlichen Kosten mit 451 Euro die höchsten in der Top Drei der Kleinwagen. Das reicht insgesamt nur für 15,8 Punkte. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Kategorie Untere Mittelklasse, Platz 1Der Seat Leon 1.4 TSI mit 122 PS sorgt für eine handfeste Überraschung in der unteren Mittelklasse: Trotz konventionellen Antriebs schlägt er die alternativen Antriebsmodelle - vor allem, weil er so günstig ist. Der Grundpreis von 20.270 Euro führt zu geringen monatlichen Durchschnittskosten von 528 Euro. Im EcoTest erreicht der Leon eine Wertung von 8,4 Punkten. Insgesamt schafft er 17,1 Punkte. Quelle: dpa
Kategorie Untere Mittelklasse, Platz 2Dahinter folgt der Toyota Prius Hybrid mit seinen vorbildlichen Öko-Tugenden (9,6 Punkte in der EcoTest-Wertung), aber zu einem stolzen Preis: Bei einem Grundpreis von 26.800 Euro kommt er auf monatliche Kosten von 583 Euro. 16,7 Punkte heimst der Wagen im Kosten/Umwelt-Ranking insgesamt ein. Quelle: dpa
Kategorie Untere Mittelklasse, Platz 3Der VW Golf 1.6 TDI fährt mit soliden Ergebnissen beim EcoTest (7,8 Punkte) und bei den Gesamtkosten (8,8 Punkte) auf den dritten Platz. Insgesamt folgt der Golf damit dem Prius mit 16,6 Punkten in minimalem Abstand. Beim Grundpreis schlägt er mit 23.575 Euro zu Buche, die durchschnittlichen Monatskosten werden mit 526 Euro angegeben. Quelle: Volkswagen
Kategorie Mittelklasse, Platz 1In der Mittelklasse liegt der Skoda Octavia Combi mit Autogasantrieb vorne. Der geringe Grundpreis von 23.690 Euro ist hierfür ausschlaggebend. Mit 8,4 Punkten im EcoTest liegt der Skoda nämlich deutlich hinter der Konkurrenz auf Platz 2 und 3 der Mittelklasse. Für 550 Euro monatliche Kosten gibt es 10 Punkte, insgesamt bringt der Skoda es so auf 18,4 Punkte. Quelle: obs
Kategorie Mittelklasse, Platz 2Der wesentlich teurere BMW 320d EfficientDynamics Edition (Grundpreis 36.840 Euro) mit Dieselmotor landet auf Platz zwei. Die Monatskosten schlagen dann auch mit 736 Euro zu Buche. Weil in der BluePerformance-Version die Abgase zusätzlich auf Euro-6-Norm gereinigt werden, gibt es satte 10 Punkte im EcoTest. Der BMW bringt es so auf eine Gesamtpunktzahl von 18,1. Quelle: AP
Kategorie Mittelklasse, Platz 3Dritter ist der Mazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-D mit dem neuen, besonders niedrig verdichteten Dieselmotor. So schafft auch er die Euro-6-Norm. Mit einem Grundpreis von 30.490 Euro und Monatskosten von 682 Euro gibt es 8,6 Punkte im Kosten-Ranking; im EcoTest bringt es der Mazda 6 auf 9 Punkte - Gesamtpunktzahl 17,6. Quelle: Mazda
Kategorie Obere Mittelklasse, Platz 1In der oberen Mittelklasse führt der BMW 520d EfficientDynamics Edition (Diesel) die Liste an. Hier muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Grundpreis liegt bei 42.890 Euro. Die monatlichen Durchschnittskosten belaufen sich so auf stolze 1009 Euro. Seine Stärke ist aber der niedrige Verbrauch und die sauberen Abgase: dank BluePerformance-Kat erfüllt er die Euro-6-Norm und erhält so die vollen 10 Punkte im EcoTest. Insgesamt gibt es 18,4 Punkte für den Wagen. Quelle: BMW
Kategorie Obere Mittelklasse, Platz 2Auf Platz zwei überrascht der Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D. Er überzeugt besonders beim Preis (39.890 Euro), die Monatskosten liegen mit 870 Euro deutlich niedriger als beim BMW 520d - dafür gibt es 10 Punkte. In Sachen Umweltfreundlichkeit kann der Outlander ihm aber nicht das Wasser reichen, hier reicht es nur für 7,4 Punkte. In der Gesamtwertung von Kosten/Umwelt-Vergleich kommt der Mitsubishi so auf 17,4 Punkte. Quelle: AP
Kategorie Obere Mittelklasse, Platz 3An dritter Stelle liegt der Diesel-Hybrid Mercedes E 300 BlueTec Hybrid. Er ist mit 54.056 Euro Grundpreis der teuerste unter den Saubermännern - auch in Sachen monatliche Gesamtkosten (1071 Euro; 7,8 Punkte). Mit 8,6 Punkten im EcoTest reicht es insgesamt für 16,4 Punkte. Quelle: ADAC Tabelle "Saubere und günstige Fahrzeuge" Quelle: Daimler

Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission gingen am späten Montagabend mit einem Kompromiss auseinander, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Diplomaten betonten allerdings, als verlässlich könne der Beschluss erst gelten, wenn die Botschafter der 27 EU-Staaten am Donnerstag grünes Licht geben. Das Thema ist heftig umstritten.

Mit den Vorgaben will die EU festlegen, wie die europäischen Autobauer Grenzwerte des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) erreichen können. Für das Jahr 2020 gibt es einen Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer im Durchschnitt aller europäischen Neuwagen.

Mit diesen Autos heizen Sie dem Klima ein
Der statistische Trend ist eindeutig: Die Deutschen kaufen im Durchschnitt - und allen Debatten um das Weltklima zum Trotz -, immer stärkere Neuwagen. So hatten laut der Statistik des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg die zwischen Januar und April in Deutschland neu zugelassenen PKW 2011 eine durchschnittliche Leistung von 134 PS - und damit so viel wie nie zuvor.  Im gesamten Jahr 2011 lag der Wert bei 130 Pferdestärken.  Den Grund für den Anstieg sieht Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR, in dem zunehmenden Diesel-Anteil, und der hängt wiederum mit der Beliebtheit von SUV zusammen, deren Absatz stetig steigt und die in 67 Prozent der Fälle mit Selbstzündern unter der Haube ausgeliefert werden. Und da der Trend anhält, wird auch die durchschnittliche PS-Zahl weiter steigen, prophezeit Dudenhöffer.  Allerdings sind moderne und teils geländetaugliche SUV nicht die Serienwagen, mit den höchsten CO2-Ausstößen. Diese zweifelhafte "Ehre" gebührt den Sportwagen ... Quelle: Pressefoto
Zu den Spitzenreitern in Sachen CO2-Ausstoß gehören Lamborghini-Modelle. Ob Reventon, verschiedene Murcielago-Versionen, oder Gallardo: Weit über 300 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro gefahrenen Kilometer verursachen bislang alle Sportwagen der Marke. Zwei Beispiele: Beim Gallardo LP 560 4 Spyder mit manueller Schaltung sind es 351 Gramm, und diese Angabe bezieht sich sogar noch auf den offiziellen Normverbrauch von 15 Liter Super Plus auf 100 km, die in der Realität nur schwer zu erreichen sein dürften. Beim Aventador LP 700-4 sind es sogar 389 Gr. CO2/km bei vom Hersteller angegebenen 17,2 Liter Normverbrauch. Immerhin: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Lambo-Flotte soll bis 2015 um 35 Prozent reduziert werden. Das Unternehmen hat angekündigt dies u.a. durch die Reduktion des Fahrzeuggewichts, eine Optimierung des Verbrennungsverfahrens und die Reduktion von Reibungs- und Rollwiderständen erreichen. Auch Start-Stopp-Systeme und Hybrid-Antriebe sind geplant.  Zum Vergleich: Die EU-Kommission will ab 2020 den Kohlendioxidausstoß von Neuwagen auf 95 Gramm pro Kilometer limitieren, Umweltverbände fordern sogar Grenzwerte von 80 g/km. Quelle: PR
Auch die andere große italienische Supersportwagenmarke kommt über ein rotes G bei den neuen Effizienzklassen nicht hinaus. Für verschiedene aktuelle Ferrari-Modelle hat u.a. die Deutsche Automobiltreuhand (DAT), aufgelistet, wie diese in Sachen CO2-Ausstoß dastehen. Ferrari FF: 380 g/km FF HELE: 360 g/km 599 GTB Fiorano: 401 g/km 599 GTO: 411 g/km 599 SA Aperta: 411 g/km 458 Italia: 307 g/km 458 Italia HELE: 275 g/km California: 299 g/km California HELE: 270 g/km In diesem Zusammenhang ist allerdings auch die spezifische Betrachtung des Themas durch Ferrari-Boss Luca Montezemolo interessant. Er sagte auf dem Genfer Autosalon, ein Ferrari werde pro Jahr durchschnittlich nur 7.000 Kilometer bewegt. Damit sei der Wagen auf Jahressicht nicht klimaschädlicher als ein viel bewegter VW Golf. Quelle: PR
Dritter im Bunde der italienischen CO2-Sünder ist Maserati. Die Marke aus Bologna mit dem Dreizack im Logo hatte zuletzt eine kleine Modelloffensive und ein eigenes Luxus-SUV angekündigt. In Sachen Effizienzklassen ist natürlich alles knallrot bzw. mit dem Buchstaben G geschmückt. Im Überblick: Quattroporte, CO2-Ausstoß: 340 g/km Quattroporte S und Sport GT S: 365 g/km Gran Turismo (Autom.): 330 g/km Gran Turismo S: 360 g/km, Gran Turismo S (Autom.): 331 g/km Gran Turismo MC Stradele: 337 g/km Gran Cabrio: 337 g/km Gran Cabrio Sport: 337 g/km Quelle: PR
Große Motoren, sportliche Abstimmung, viel Spritdurst, daraus kann natürlich kein Öko-Vorreiter werden. Bei Aston Martin wird die CO2-Bilanz allenfalls durch das Kleinstwagen-Modell Cygnet (auf Basis des dreizylindrigen Toyota iQ) ein wenig aufpoliert. Doch die "echten" Astons schlagen voll zu in Sachen Abgas. V8 Vantage, CO2-Ausstoß: 321 g/km V8 Vantage (Sportshift-Getriebe): 295 g/km V8 Vantage S: 299 g/km V12 Vantage: 388 g/km DB9: 389 g/km, DB9 (Autom.): 345 g/km Virage: 349 g/km DBS: 388 g/km, DBS (Autom.): 367 g/km Rapide: 355 g/km Cygnet: 116 g/km, Cygnet (CVT): 120 g/km, damit beide in Effizienzklasse B.
Wir bleiben bei den Briten. Understatement in Sachen CO2 sieht anders aus, als das, was Rolly-Royce auffährt. So blütenweiß, wie sich das Concept Car Six Senses hier präsentiert, ist die Umweltbilanz nicht, wie ein Blick auf die Emissionen der folgenden Modelle zeigt: Phantom, CO2-Ausstoß: 377 g/km Phantom EWB: 380 g/km Phantom Drophead Coupé: 377 g/km Phantom Coupé: 377 g/km Ghost: 317 g/km Ghost EWB: 319 g/km Quelle: PR
... und so ähnlich sich manche Modelle von Rolls-Royce und Bentley sehen, so nah liegen auch die CO2-Bilanzen beieinander. Keine Ausnahme macht dabei der von Audi kommende Motor im neuen Continental GT V8, der bis zu vier Zylinder während der Fahrt abschaltet, hier an erster Stelle: Continental GT V8, CO2-Ausstoß: 384 g/km Continental Supersports: 388 g/km Continental Flying Spur: 396 g/km Continental Flying Spur Speed: 396 g/km Mulsanne: 393 g/km Quelle: PR
Bei der GM-Marke Chevrolet hat das Bild mehrere Facetten. Einstmals als typische US-Spritschlucker verhöhnte Modelle sind ja längst nicht mehr alles, was der Detroiter Konzern zu bieten hat. Aveo, Cruze, und Spark sind in der Kleinwagen- und Kompaktklasse auch in Sachen Emissionen unauffällig unterwegs. Orlando und Captive in der Mittelklasse ebenfalls. Bei Corvette und Camaro als modernen Muscle-Car-Interpretationen tritt vernünftiger Verbrauch aber immer noch in den Hintergrund. Und so sieht es bei einigen Modellen denn auch in Sachen CO2 eher düster aus. Einige Beispiele: Camaro V8, CO2-Ausstoß: 329 g/km, Camaro V8 (Autom.): 304 g/km Corvette 6.2 V8: 315 g/km, Corvette 6.2 V8(Autom.): 293 g/km Corvette 6.2 V8 Grand Sport: 321 g/km, Corvette 6.2 V8 Grand Sport (Autom.): 293 g/km Corvette 7.0 V8 Z06: 325 g/km, Corvette 6.2 V8 ZR1 (Getriebe ME2): 331 g/km Corvette 6.2 V8 ZR1 (Getriebe MH3): 342 g/km Link: Den Handelsblatt-Test des aktuellen Camaro Cabrio finden Sie hier.
Großen Durst haben traditionell auch die Modelle der US-Luxusmarke Cadillac, die stets hohes Gewicht und teils unglaubliche Abmessungen spazieren fahren. Wenn dann, die bei manchen CTS-Modellen, noch besonders sportliche großvolumige Motoren eingebaut werden, dann werden die Autos zu echten Klimakillern. Wie beispielsweise ... CTS-V Sedan 6.2, CO2-Ausstoß: 365 g/km, CTS-V Sedan 6.2 (Autom.): 336 g/km CTS-V Wagon 6.2: 370 g/km, CTS-V Wagon 6.2 (Autom.): 343 g/km CTS-V Coupé 6.2: 365 g/km, CTS-V Coupé 6.2 (Autom.): 336 g/km Escalade 6.2: 339 g/km Quelle: PR
BMW sponsort zwar den Klimagipfel 2012 in Rio de Janeiro, hat aber längst nicht allen Modellen das grüne Mäntelchen angezogen. Speziell die sportlichen M-Modelle vom Werkstuner und die großen SUV sind Klimasünder mit teils deutlich über 300 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. 760i (Autom.), CO2-Ausstoß: 299 g/km, 760Li (Autom.): 303 g/km X5 xDrive50i (Autom.): 292 g/km X5 M (Autom.): 325 g/km X6 xDrive50i (Autom.): 292 g/km X6 M (Autom.): 325 g/km
Das Ende der noblen Marke ist zwar bereits beschlossen, zu Gunsten der kommenden S-Klasse von Mercedes-Benz, aber noch kann man Maybach-Modelle als Neuwagen kaufen. Und wie es sich für echte Chauffeurs-Luxuslimousinen gehört, spielen Verbrauch und Emissionen eine echte Nebenrolle. Maybach 57, CO2-Ausstoß: 350 g/km Maybach 57 S: 368 g/km Maybach 62: 350 g/km Maybach 62 S: 368 g/km, damit ist natürlich in Sachen Effizienzklassen nur ein rotes G drin. Quelle: PR
Die groß motorisierten Versionen der Land Rover und Range Rover-Modelle können in dieser Aufstellung natürlich nicht fehlen: Defender 110 Station Wagon 2.4 TD4, CO2-Ausstoß: 291 g/km Discovery 5.0V8: 328 g/km Range Rover Sport V8 Kompressor: 348 g/km Range Rover V8 Kompressor: 348 g/km Quelle: PR
Bei Nissans Nobelmarke Infiniti, die sich in Deutschland schwer tut, hat man nach dem Facelift mittlerweile auch sparsamere Diesel-Motoren für den europäischen Markt im Programm. Doch Werbung macht man lieber mit der supersportlichen Miniserie, die in Kooperation mit F1-Weltmeister Sebastian Vettel entstand. Und noch sind sie im Programm, die großen Benziner ... FX37, CO2-Ausstoß: 282 g/km FX50, CO2-Ausstoß: 307 g/km Quelle: PR
Klar, A- und B-Klasse sind technisch auf der Höhe der Zeit, und als Blue-Efficiency- oder Hybrid-Modelle sogar richtig sparsam. Aber im Daimler-Programm fahren auch reinrassige Boliden wie der SLS und noch einige echte Dinosaurier herum, wie beispielsweise die G-Klasse. Und wenn solche Modelle dann noch in die Hände des Werkstuners AMG geraten, dann schießen die CO2-Emissionen im wahrsten Sinne des Wortes in die Höhe. Die unrühmlichsten Beispiele heißen: C 63 AMG, CO2-Ausstoß: 280 - 285 g/km R 350 4Matic: 274 g/km R 500 4Matic: 306 g/km S 600 BlueEfficiency: 329 g/km S 65 AMG: 334 g/km CL 600: 322 g/km CL 65 AMG: 334 g/km SL 600: 326 g/km SL 63 AMG: 328 g/km SL 65 AMG: 333 g/km SLS AMG, CO2-Ausstoß: 308 g/km GL 450 CDI 4Matic: 307 g/km GL 450 4Matic: 312 g/km GL 500 4Matic: 317 g/km G 500: 348 g/km G 55 AMG: 372 g/km G 65 AMG: 397 g/km Quelle: PR
Bei Volkswagen ist nur noch ein echter Ausreißer im aktuellen Programm, der bei den CO2-Emissionen jenseits der 300 Gramm pro Kilometer liegt. Es ist der große Zwölfzylinder im Phaeton, der wohl eher für den chinesischen als für den deutschen Markt eine Rolle spielt. VW Phaeton V8 4MOTION, CO2-Ausstoß: 290 g/km VW Phaeton W12 4MOTION: 348 g/km Quelle: PR

Zum Einsatz sollen dabei nun auch spezielle Boni für Elektroautos oder andere schadstoffarme Fahrzeuge kommen. Mit Hilfe dieser Supercredits können sich Hersteller solche Fahrzeuge gleich mehrfach für ihre Klimabilanz anrechnen lassen und müssen so weniger bei konventionellen Wagen sparen. Im Jahr 2020 sollen sich die Autobauer für jedes schadstoffarme Fahrzeug zwei anrechnen lassen können, erklärten EU-Diplomaten. 2023 soll dieser Bonus auslaufen.

Weiterhin einigten sich die Unterhändler, dass Europa auch für die Zeit nach 2020 CO2-Zielwerte festlegen will. Zahlen legten sie aber noch nicht fest. Auch die Testverfahren zur Bestimmung des Spritverbrauchs sollen überholt werden, damit sie genauer den wirklichen Verbrauch der Fahrzeuge widerspiegeln. Nicht nur die Botschafter müssen der Einigung zustimmen, auch Minister der EU-Staaten müssen noch grünes Licht geben. Voraussichtlich im Juli votieren der Ausschuss und das Plenum des Europaparlaments darüber.

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