SUV und Vans Womit Autohersteller Ü50-Kunden glücklich machen

Was wollen Autokäufer jenseits der 50? Hohe Sitze? Rückfahrkamera? Einparkhilfe? Ja, alles! Doch so kaufkräftig wie man meinen könnte, ist die Kundschaft jenseits der 50 doch nicht. Wie die Best Ager ticken.

Die Lieblingsautos der Generation „Ü50“
Platz 10: Mit einem Marktanteil von 2,3 Prozent schafft es der Skoda Octavia in die Top 10 der beliebtesten Autos der Generation 50+. Die Kompakt-Limousine fand im Mittel für 24.419 Euro einen Käufer – 17,55 Prozent unter dem Listenpreis. Die Auswertung exklusiv für WirtschaftsWoche Online berücksichtigt alle Vermittlungen von Neuwagen des Portals meinauto.de an Kunden mit Geburtsjahr 1963 und älter. Quelle: Presse
Platz 9: Der kleine Rüsselsheimer reiht sich, als das günstigste Modell der Umfrage, auf Platz 9 ein. Sein Marktanteil liegt bei 2,30 Prozent. Auf den Listenpreis von 16.523 Euro gab es im Schnitt satte 27,47 Prozent Nachlass, so dass die Kunden noch 12.003 Euro gezahlt haben. Quelle: Presse
Platz 8: Unter den beliebtesten zehn Modellen der Generation 50+ befinden sich auch zwei SUVs. Der erste auf Platz 9 ist der Ford Kuga mit einem Marktanteil von 2,35 Prozent. Statt einem Listenpreis von 32.760 Euro zahlten die Kunden im Schnitt 25.057 Euro, also 23,58 Prozent weniger. Quelle: Presse
Platz 7: Der beliebteste Van ist der Ford C-Max. Für das Familienauto entschieden sich 2,62 Prozent aller Ü50-Kunden auf meinauto.de. Mit einem Kaufpreis von 19.317 Euro bietet der Van den höchsten Preisnachlass der Umfrage von 7.687 Euro. Quelle: Presse
Platz 6: Der Ford Focus erreicht 3,29 Prozent Marktanteil unter der Ü50-Kundschaft. 17.235 Euro zahlen die Kunden im Schnitt. Und damit 7012 Euro weniger als den Listenpreis von 24.247 Euro. Das entspricht einem Rabatt von saftigen 29,15 Prozent. Quelle: Presse
Platz 5: Der Mini-Van Seat Leon schafft es mit einem Marktanteil von 3,56 Prozent in die Top Ten. Im Vorjahr war er noch nicht dabei. Auf den Leon gab es durchschnittlich einen Preisnachlass von 23,65 Prozent. Kunden zahlten damit statt 26.088 Euro im Schnitt nur noch 19.916 Euro. Ersparnis: 6172 Euro. Quelle: Presse
Platz 4: Der kleine Polo erreicht einen Marktanteil von 3,81 Prozent. Fast 1,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Deshalb rutscht der Polo auch einen Rang nach unten. Für den Kleinwagen gab es im Schnitt einen Rabat von 20,1 Prozent, so dass Kunden im Internet noch rund 15.301 Euro, statt 19.129 Listenpreis bezahlten. Quelle: Presse
Platz 3: Die VW-Tochter Skoda erreicht mit dem SUV Skoda Yeti einen Marktanteil von 4,11 Prozent in der Altersgruppe 50+. Damit verbessert sich der Yeti um 3 Ränge gegenüber dem Vorjahr und gewinnt einen Prozentpunkt Marktanteil. Kunden konnten beim Kauf im Netz gegenüber dem Listenpreis von 29.291 Euro durchschnittlich ganze 6321 Euro sparen und zahlten damit 21,87 Prozent weniger, nämlich 22.909 Euro. Quelle: Presse
Platz 2: Der beliebteste Geländewagen ist der VW Tiguan. Mit einem Marktanteil von 5,22 Prozent verliert der Tiguan allerdings gegenüber dem Vorjahr fast 3 Prozentpunkte in der Zielgruppe. Sowohl im Listenpreis (36.631) und im Kaufpreis (29.536 Euro) ist der Tiguan der teuerste Wagen unter den beliebtesten zehn Ü50-Autos. Der hohe Einstieg und die Übersichtlichkeit sind den Fahrern wohl diesen Preis wert. Die Ersparnis beim Kauf im Internet betrug 19,41 Prozent bzw. 7095 Euro. Quelle: Presse
Platz 1: Der Sieg geht an – wen wundert's – den VW Golf mit 9,06 Prozent Marktanteil. Der Vorsprung auf den Tiguan fällt mit fast 4 Prozentpunkten ziemlich deutlich aus. . Für den Marktführer zahlten die Kunden im Schnitt 23.215 Euro. Damit gab es einen Nachlass von 18,13 Prozent oder 5.115 Euro auf den Listenpreis von 28.330 Euro. Quelle: Presse

Keiner will alt sein, aber früh sterben möchte auch niemand. Was ihr Alter angeht, sind viele Menschen paradox. Deshalb spricht auch die Werbeindustrie nie von Ü50, sondern lieber von den Best Agern, Super-Grannys, Silver-Surfern oder Greyhoppern - Hauptsache es klingt nicht alt. Allein der Begriff "Generation 50plus" lässt den Marketingmanager graue Haare wachsen. Trotzdem wirkt es seltsam, wie sich manche Branchen krampfhaft gegen ihren alternden Kundenstamm zu wehren scheinen. Besonders deutlich wird das in der Automobilindustrie.

2012 betrug das Durchschnittsalter des Neuwagenkäufers in Deutschland 51,9 Jahre - ein neuer Rekord. Bis 2015 wird es auf 52,6 Jahre angestiegen sein. Dann ist schon ein Drittel der Neuwagenkäufer über 60 Jahre alt. Umso mehr erstaunt es, dass jedes neue Modell von einer Kampagne mit jungen hippen Menschen begleitet wird. Egal ob Van oder Kompakt-SUV - Modelle, die wegen erhöhter Sitzposition und viel Stauraum bei den Ü50-Kunden nachweislich gut ankommen (siehe Bildergalerie) - gebetsmühlenartig wiederholen die Automobilhersteller, es handle sich um ein "Lifestyle-Modell" für die Zielgruppe zwischen 25 und 35.

Seniorenautos locken mit hohen Rabatten
In Auto-Werbung regiert der Jugendkult: Neuwagen werden hier hauptsächlich von jüngeren Menschen gefahren. Auf diese Weise versuchen Hersteller und Importeure ein dynamisches, innovatives und hippes Image zu kreieren, denn welcher Neuwagenkäufer ist schon an einem Neufahrzeug interessiert, das ausdrücklich als Rentnermobil beworben wird? Buchstäbliche Senioren-Autos gibt es strenggenommen gar nicht. Dafür aber viele Neuwagenkäufer 60+, und rein demographisch gesehen werden es täglich mehr. Das Neuwagenportal MeinAuto.de hat den Markt auf alterstaugliche Neuwagenschnäppchen untersucht und zeigt, zu welchen Preisen besonders beliebte Modelle derzeit online gehandelt werden ...   Quelle: PR
Platz 1: An der Spitze der seniorentauglichen Internet-Schnäppchen steht der Citroën Berlingo in der Ausstattung VTi 95 Multispace Attraction mit 72 kW/98 PS. Laut dem Internetportal MeinAuto.de findet man ihn online als Neuwagen derzeit mit einem Nachlass von 31,7 Prozent auf den offiziellen Listenpreis von 17.240 Euro, so dass er noch 11.755 Euro kostet.  Umgerechnet 5.465 Euro Ersparnis. Quelle: PR
Den für Autofahren im Alter bedürfnisgerechten Seat Altea 1.2 TSI Start&Stop Reference mit 105 PS erhalten Kunden ab 13.747 Euro im Internet, auf den Listenpreis von 19.430 Euro werden hier 5.683 Euro erlassen, was einem Nachlass von 29,25 Prozent entspricht. Das ist Platz 2 in dem aktuellen Seniorenauto-Ranking. Quelle: PR
Mit 27,71 Prozent Nachlass auf das drittplatzierte Modell Verso bietet Toyota ein interessantes Angebot, das den Kriterien „gute Rundum-Sicht und hohe Sitzposition für einen bequemen Ein- und Ausstieg“ besonders gerecht wird. In der Ausstattung 1.6l Valvematic 5-Sitzer mit 132 PS wird der Japaner im Internet mit einem Nachlass von 5.874 Euro (27,71%) auf den Listenpreis von 21.200 Euro (Internetpreis: 15.326 Euro) gehandelt. Quelle: PR
Einen Škoda Yeti 1.2 TSI Active mit 77 kW/105 PS gibt es um 25,7 Prozent reduziert für 14.119 Euro. Allerdings bezieht sich diese Angabe auf das auslaufende Modell, der Yeti wurde gerade erst als Facelift präsentiert, und Handelsblatt Online hat ihn schon durchs Gelände gescheucht.„Die Kaufkraft für Neuwagen ist bei 60+ Kunden besonders hoch. Daher entwickeln Hersteller und Importeure immer mehr Modelle, die auch den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden. Entsprechend groß ist auch der Preiskampf um die Gunst der älteren Kunden“, so Branchenexperte Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de. Quelle: PR
Die deutschen Marken Ford und Opel liegen in der Auswertung eng beieinander auf Platz 5 und 6: Bei einem Rabatt von 25,35 Prozent auf den Listenpreis (24.800 Euro) können Verbraucher beim Modell Kuga des deutschen Herstellers Ford, in der Ausstattung 1,6 EcoBoost 2x4 110kW Trend mit 150 PS, derzeit satte 6.286 Euro sparen (Internetpreis: 18.514 Euro). Damit liegt der Kuga als eines der PS-stärksten Modelle in der Auswertung auf Platz 5 vor ... Quelle: PR
... vor dem sechstplatzierten Opel: In Sachen „leichte Bedienbarkeit“ und „altersgerechter Komfort“ hat auch der sechstplatzierte Meriva 1.4 Selection 74kW mit 101 PS seine Hausaufgaben gemacht. Das Modell gibt es in der genannten Ausstattung im Internet bereits ab 11.973 Euro (Listenpreis: 15.990 Euro; Ersparnis: 4.017 Euro). Auch auf das kürzlich eingeführte und absatzstarke Schwestermodell Mokka in der Ausstattungslinie 1.6 Ecoflex Selection Start/Stop mit 116 PS wird immerhin ein Nachlass von 3.255 Euro auf den Listenpreis von 18.990 Euro (Internetpreis: 15.735 Euro) gewährt. Quelle: PR
Im Mittelfeld, auf den Plätzen 7 - 13, listet die Auswertung seniorengeeignete Neuwagen-Modelle von Importeuren aus Europa und Asien auf. Platz 7 und 8 belegen Suzuki aus Japan und Kia aus Südkorea mit den Modellen SX4 und Carens. Beim SX4 Classic 1.6 VVT 2WD Club mit 120 PS von Suzuki liegt der Anschaffungspreis bei 21,33 Prozent Nachlass im Internet bei 13.288 Euro (Listenpreis: 16.890 € | Ersparnis: 3.602 €). Quelle: PR
Unmittelbar auf den Plätzen folgen Kia Carens 1.6 GDI Edition 7 / 135 PS (Listenpreis: 21.490 € | Internetpreis: 17.307 €)  und der Franzose Renault Captur Energy TCe 90 Start&Stop Eco2 Expression / 90 PS (Listenpreis: 15.390 € | Internetpreis: 12.897 €) mit einem Preisnachlass von 19,46 und 16,2 Prozent. Quelle: PR
Hoch in der Gunst bei älteren Autofahrern steht außerdem der Wolfsburger Kompakt-SUV Tiguan aus dem Hause VW. In der Ausstattung 1.4 TSI 90kW BlueMotion Tech Trend & Fun mit 122 PS wird das geländefähige und mit geräumigem Kofferraum ausgestattete Modell im Internet ab 21.387 Euro, bei einem Rabatt von 13,5 Prozent (3.338 €) auf den Listenpreis von 24.725 Euro gehandelt. Quelle: PR
Die Importmarken Volvo und Peugeot sichern sich die Plätze 11 und 12. Dabei starten die Online-Preise für den kompakten Schweden Volvo V40 der Variante T2 mit 120 PS bei 18.942 Euro (Listenpreis: 22.550 € | Ersparnis: 3.608 €). Quelle: PR
... Dahinter ordnet sich der Peugeot 2008 Access 82 Vti / 82 PS ein. Auf den Listenpreis von 14.700 Euro werden online laut MeinAuto.de 15,25 Prozent oder 2.242 Euro erlassen; ab 12.458 Euro wird das französische Neufahrzeug im Internet angepriesen. Quelle: PR
Wer auch im Alter nicht auf ein sportliches Modell verzichten möchte und etwas mehr Spielraum in der Geldbörse hat, der wird bei auch BMW und Audi fündig. Gemeinsam mit dem Ford Kuga bietet der Q3 von Audi am meisten PS in dieser Auswertung. Das sportliche Modell der Variante 1.4 TFSI mit 150 PS kostet dank moderaten 12,1 Prozent Nachlass statt 28.900 Euro Listenpreis online noch 25.403 Euro. Daraus ergibt sich für den Kunden eine Ersparnis von 3.497 Euro. Quelle: PR
Ein dynamisch sportliches Design mit seniorengerecht hoher Funktionalität und Variabilität erfüllt auch der BMW 3er Gran Turismo 318d mit 143 PS. Das sparsame Mittelklassemodell des deutschen Herstellers (4,5 l / 100 km) wird derzeit im Internet ab 31.581 Euro gehandelt. Dies bedeutet einen Nachlass von 4.719 Euro (13,00 %) auf den Listenpreis von 36.300 Euro. Quelle: PR

"Die Branche leidet unter einem Jugendlichkeitswahn", sagt Willi Diez, Direktor und Initiator des Instituts für Automobilwirtschaft Ifa im schwäbischen Geislingen. Diez hat sich auf die Themenbereiche Automobilvertrieb -und Handel spezialisiert. Er weiß um das Dilemma der Autobauer. "Senioren wollen kein Senioren-Auto, daher müssen die Hersteller darauf achten, ihre Modelle nicht zu stark als solche zu positionieren oder zu kommunizieren." Über 50-Jährige wollen sich weiter jung fühlen - und fühlen sich daher auch von den Werbung, in der Lifestyle und Jugend transportiert wird, angesprochen. "Halten Sie einem 50-jährigen Fotos von 40-, 50-., oder 60-Jährigen vor und fragen sie ihn, wo er sich einordnet. Er wird sich immer beim 40-Jährigen sehen. Zehn Jahre jünger, das wollen alle sein."

Einfacher zu bedienen

Nichtsdestotrotz: Ältere Kunden haben andere Bedürfnisse. Das wissen auch die Automobilhersteller. Ein großes Thema sind die Bedienelemente. Ein 70-Jähriger, der in der Welt der Knöpfe und Drehschalter groß geworden ist, fühlt sich in einem Cockpit mit Touchscreen und 20 blickenden Knöpfchen schnell überfordert. "Im Hinblick auf diese Zielgruppe darf man es mit der Digitalisierung nicht übertreiben", warnt Diez. Hinter vorgehaltener Hand, geben Mitglieder der Entwicklungsteams der Autobauer auch zu, dass sie an Lösungen arbeiten, die älteren Autofahrern entgegen kommen.

Offiziell halten sich die Autohersteller mit Aussagen darüber, welche ihrer Modelle bei den über 50- oder über 60-Jährigen besonders gut ankommen, zurück. "Wir erheben solche Daten gar nicht", heißt es von Audi und BMW. Lieblingsfarbe? Bevorzugte Ausstattungspakete? Zahlungsbereitschaft für Assistenzsysteme? Keine Informationen. Daimler lässt wissen: "Da heute Alter als Differenzierungskriterium wenig Aussagekraft hat – es gibt sehr lebenserfahrene, geistig und körperlich agile Menschen ebenso wie junge Menschen mit tradierten Wertvorstellungen oder körperlichen Einschränkungen – beschäftigen wir uns mit der gesamten Bandbreite möglicher Werthaltungen und geistig oder körperlichen Fähigkeiten."

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