Tesla Motors Software-Update lässt Autos automatisch lenken

Tesla macht einen ersten Schritt zu selbstfahrenden Elektroautos. Die Fahrzeuge sollen selbst die Spur wechseln und den richtigen Abstand halten. Die „Autopilot“-Funktion kommt per Software-Update - für 2500 Dollar.

Elon Musk feiert seinen neuen Wagen
Ein Auftritt im Apple-Stil: Tesla-Chef Elon Musk präsentiert das erste komplett strombetriebene SUV „Model X“ unter Jubel-Rufen. Quelle: Stefan Hajek
Dass Elektro-Auto, das auch noch mit massiver Verspätung auf den Markt kommt, mal so gefeiert wird, hätten sich lange nur wenige Branchenkenner träumen lassen. Quelle: Stefan Hajek
Der Stadt-Geländewagen hat sieben Sitze in drei Reihen. Quelle: REUTERS
Platz genug für die ganze Familie, wie eine Live-Demonstration beweist. Die familienfreundliche Ausstattung soll auch Frauen stärker ansprechen. Quelle: Stefan Hajek
Optisches Highlight: Die nach oben öffnende Flügeltüren. Die sollen vor allem in engen Parklücken hilfreich sein. Quelle: REUTERS
Nachteil des Falken-Türen-Konzepts: Platz für einen Dachgepäckträger ist nicht. Dafür bietet Tesla allerdings diese zusätzliche Alternative an. Quelle: PR
Das Model X soll ähnlich viel Fahrspaß bereiten wie die E-Limousine Model S. Quelle: REUTERS

Der Elektroauto-Hersteller Tesla lässt seine Fahrzeuge künftig automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie die Spur wechseln und einparken können. Die bereits im vergangenen Jahr angekündigten „Autopilot“-Funktionen werden zunächst in den USA ab Donnerstag per Software-Update hinzugefügt. Europa und Asien sollen rasch folgen. Die Funktionen zum automatisierten Fahren kosten einen Tesla-Besitzer 2500 Dollar. Sie seien allerdings noch in der Anfangsphase, und die Fahrer sollten die Hände am Lenkrad lassen, betonte Gründer und Chef Elon Musk in einer Telefonkonferenz am Mittwoch. In entspannten Verkehrs-Situationen können einige Fahrer vielleicht das Steuer loslassen - „aber wir empfehlen das nicht“. Gebe es einen Unfall beim Spurwechsel mit „Autopilot“, hafte immer noch der Fahrer, betonte Musk.

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Das Auto wechselt die Spur alleine, wenn der Blinker aktiviert wird. Beim Einparken sucht die Software auch automatisch nach einer passenden Parklücke. Tesla hatte bereits in den vergangenen Monaten die frisch produzierten Fahrzeuge seines Model S mit Radar- und Ultraschall-Sensoren sowie Kameras ausgestattet. Dies ermögliche unter anderem eine Seitenaufprall-Warnung. Rund 60 000 der insgesamt 90 000 gebauten Teslas hätten die nötige Technik an Bord. Sensor-Daten von den Fahrzeugen werden zu Tesla hochgeladen, um die Fähigkeiten der Software zu verbessern. „Das System lernt mit der Zeit“, sagte Musk.

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Auch das SUV Model X, dessen Produktion gerade hochgefahren wird, soll die „Autopilot“-Funktionen bekommen. Musk rechnet damit, dass Autos in drei Jahren im Prinzip von allein die Insassen von A nach B bringen könnten. Es werde aber mindestens ein Jahr länger dauern, den rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen. Bei Tesla arbeiteten rund 50 Mitarbeiter an der „Autopilot“-Software und etwa 100 an der Hardware dazu, sagte Musk. Der Autobauer hat insgesamt rund 14.000 Beschäftigte.

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Auch andere Hersteller integrieren in ihre Autos bereits Funktionen zum automatisierten Fahren, wie etwa Mercedes bei seiner S-Klasse. Bei Tesla soll das Auto mit der nächsten Software-Version 7.1 von allein in die Garage fahren können. Der Milliardär Musk setzt darauf, dass Elektroantrieben die Zukunft gehört. Mit Preisen bei 70.000 Dollar spielt Tesla bisher aber nur in der Oberklasse mit. Musk hofft auf einen Absatzschub, wenn ab dem Jahr 2017 ein „Model 3“ für rund 35 000 Dollar kommt.

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