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Thunder Power auf der IAA Das nächste Tesla geht an den Start

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Entwicklung in Europa

Solche Versprechungen sind leicht gemacht, ein Prototyp auch mit einem überschaubaren Budget gebaut – am Sprung zur Serienproduktion und dem Aufbau eines Händlernetzes scheitern viele. Am Knowhow und dem finanziellen Polster dürfte es in diesem Fall aber kaum scheitern: Thunder Power ist Teil des gleichnamigen Technologieunternehmens aus Taiwan und hat bereits fünf Jahre Entwicklungszeit hinter sich.

„Es ist nicht eine Frage ob, sondern wann Elektroautos Mainstream werden und Autos mit Verbrennungsmotoren verdrängen“, sagt Thunder-Power-Technikchef Peter Tutzer. „Als Hersteller einer reinen Elektro-Plattform kann Thunder Power sowohl die Effizienz als auch die Leistung des Elektroantriebs weiter optimieren.“

Mit welchen Hindernissen Elektroautos kämpfen

Diese Entwicklung findet nicht in Taiwan, sondern in Europa statt. Die Europazentrale liegt nahe Mailand, auch das Design stammt aus Italien. Gefertigt werden soll der Thunder Power aber in China, bei Shaoxing entsteht derzeit eine 30 Hektar große Fabrik. Später ist auch eine zweite Fertigung in Europa geplant, heißt es.

Nach dem Verkaufsstart in Europa 2018 soll der Thunder Power ein Jahr später auch in China angeboten werden, erst dann folgen die USA. So sagt es zumindest der Plan. Ob dieser aber auch wirklich so umgesetzt werden kann, ist auf der Frankfurter Messe noch unklar. Die Chancen sind da – siehe Tesla –, die Risiken aber auch.

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Standort erkennen

    Mit Vorstoß nicht alleine

    Denn nicht nur Audi und Porsche arbeiten an einem Tesla-Gegner mit hohen elektrischen Reichweiten, auch Daimler werden entsprechende Pläne nachgesagt. Und Hersteller wie BMW und Nissan, die heute bereits eigene Elektroautos anbieten, werden deren Batterien ebenfalls deutlich verbessern.

    Und nicht zuletzt ist Thunder Power mit seinem Vorstoß von der Technologie- in die Elektroautowelt nicht alleine: In China formiert das IT-Unternehmen Nextev einen Elektroautobauer. Ex-Ford-Manager Martin Leach haben die Chinesen bereits angeworben, auch bei Volkswagen und BMW soll offenbar Personal abspenstig gemacht werden. Dem Vernehmen nach ist ein Sportwagen geplant, der bereits 2016 vorgestellt werden könnte. 

    Auto



    Mit weiteren Ankündigungen hält sich Nextev bislang zurück. In einem Markt, der bei Elektroautos viel von Ankündigungen und Versprechungen lebt, vielleicht kein schlechtes Zeichen. Doch sowohl bei Nextev als auch bei Thunder Power gilt: Ein Auto entwickeln ist das eine, die Serienproduktion zu beherrschbaren Kosten eine andere – vom Sprung zu einem Hersteller mit mehreren Modellen ganz zu schweigen.

    Mit einem Konzern im Rücken geht das sicher einfacher. Eine Voraussetzung, die beide erfüllen.

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