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US-Automarkt Amerikaner lieben deutsche Autos

"Made in Germany" ist auf dem amerikanischen Automarkt derzeit außerordentlich gefragt. Die Autobranche hat sich im August in den USA überraschend gut geschlagen - und steuert auf das stärkste Jahr seit 2001 zu.

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US-Behörde untersucht Dodge wegen Wegrollgefahr
Behörde untersucht weitere Fiat-Chrysler-Wagen Quelle: AP
BMW ruft Autos zurück Quelle: dpa
Toyota - Millionen fehlerhafter AirbagsToyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen. Quelle: dpa
VW und Audi rufen wegen Feuergefahr 281.000 Autos in USA zurück Volkswagen ruft 281.500 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Brandgefahr zurück. Es geht Fahrzeuge der Marken VW und Audi, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht vom 7. Oktober hervorgeht. Bei den Fahrzeugen könne in Folge von Lecks Benzin austreten und Feuer ausbrechen. Allerdings seien entsprechende Vorfälle noch nicht berichtet worden. Auch habe es keine Verletzten gegeben. Quelle: dpa
Fiat Chrysler ruft fast zwei Millionen Fahrzeuge zurück Quelle: dpa
General Motors ruft über 4 Millionen Fahrzeuge zurückGeneral Motors ruft wegen eines Defekts an der Airbag-Software weltweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge zurück. In seltenen Fällen könne der Bordcomputer in den Testmodus umschalten, erklärte der US-Autobauer am Freitag in Detroit. Die vorderen Airbags würden dann im Fall eines Unfalls nicht auslösen. Auch die Sitzgurte funktionierten möglicherweise nicht. Der Fehler werde mit mindestens einem Todesfall und drei Verletzten in Verbindung gebracht. GM werde die betroffenen Kunden informieren und die Software kostenfrei aktualisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Rückruf der 4,28 Millionen betrifft unter anderem bestimmte Modelle von Buick, Chevrolet und Cadillac der Modelljahre 2014-2017, allein 3,6 Millionen davon in den USA. Quelle: dpa
Mazda ruft 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück Mazda ruft wegen Problemen mit der Heckklappe weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Rostschutzlackierung der Heckklappenaufhängung sei nicht ausreichend, erklärte der japanische Autohersteller am Donnerstag. Im Laufe der Zeit könne daher mit Streusalz vermischtes Wasser dazu führen, dass die Aufhängung bricht und die Heckklappe abfällt. Berichte über Unfälle oder Verletzte lägen jedoch nicht vor. Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle des Kompaktwagens Mazda 3 der Jahrgänge 2010 bis 2013 sowie Vans des Typs Mazda 5 von 2012 bis 2015. Ebenfalls betroffen sind bestimmte Modelle des CX-5 von 2013 bis 2016 und des SUVs CX-3 von 2016. Händler tauschten beide Aufhängungen aus, erklärte Mazda. Kunden erhielten noch im September oder im Oktober nähere Informationen. Quelle: dapd

Die Autobranche hat sich im August in den USA überraschend gut geschlagen und steuert dort auf das stärkste Jahr seit 2001 zu. Waren viele Experten wegen der Turbulenzen am Aktienmarkt von einem kräftigen Rückgang der Nachfrage ausgegangen, schlugen sich die sechs größten Anbieter dort allesamt besser als erwartet - darunter GM, Ford und Toyota. Im Gesamtjahr kann die Branche nun mit einem Absatz von 17,8 Millionen Autos rechnen, 500.000 mehr als von Analysten bislang erwartet.

"Alle für uns wichtigen Daten wie die Arbeitslosenquote, die Einkommen und der Benzinpreis sehen gut aus, und das sollte die Absätze auch weiter beflügeln", sagte der GM-Manager Kurt McNeil. Zudem sind die US-Leitzinsen weiter nahe Null, was Autokäufe begünstigt.

Bei vielen Herstellern waren im vergangenen Monat vor allem Geländewagen (SUVs), Pickups und Trucks gefragt. Experten hatten wegen eines statistischen Effekts gleichwohl einen deutlichen Absatzrückgang erwartet, weil die Branche in diesem Jahr die Verkäufe des Labour-Day-Wochenendes erst in die September-Zahlen einfließen lässt.

Im Vorjahr wurde diese im August verbucht, entsprechend höher waren Vergleichszahlen von vor Jahresfrist. Insgesamt setzten die Autobauer zunächst vorliegenden Zahlen zufolge im August mit knapp 1,46 Millionen Fahrzeugen etwa 10.000 weniger als vor Jahresfrist ab. Für die ersten acht Monate 2015 steht damit ein Plus von vier Prozent auf 10,76 Millionen Autos. Im Gesamtjahr 2014 waren in den USA 16,5 Millionen Autos verkauft worden.

Der größte US-Autobauer, die Opel-Mutter GM, musste im abgelaufenen Monat zwar einen Absatzrückgang um 0,7 Prozent auf rund 270.480 Fahrzeuge hinnehmen. Analysten hatten aber ein Minus von fünf Prozent erwartet. Auch bei Toyota fiel der Rückgang mit knapp neun Prozent auf 224.381 geringer aus als erwartet. Gleichwohl mussten die Japaner damit Ford den Vortritt lassen: der US-Konzern konnte seinen Absatz um 5,4 Prozent auf 234.237 Stück steigern. Fiat Chrysler kam überraschend auf ein Plus von 1,7 Prozent auf 201.672 und konnte damit auch den 65. Monat in Folge zulegen.

Auch bei den deutschen Autobauern gab es unterschiedliche Vorzeichen: Bei Volkswagen stand ein Minus von etwa acht Prozent auf rund 32.332 Wagen, bei der Konzern-Tochter Audi hingegen ein Plus von fast zehn Prozent auf knapp 18.794. BMW steigerte seinen Absatz um zwei Prozent auf 32.864, Daimler mit den Marken Mercedes und Smart um 3,2 Prozent auf 31.250. Porsche kam auf ein Plus von 10,3 Prozent auf 5008 Wagen.

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