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VDA-Präsident Wissmann fordert 50 Prozent Abschreibung für E-Autos im ersten Jahr

Exklusiv

Die deutsche Autoindustrie fordert von der Bundesregierung bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Elektroautos, um den Kauf durch Unternehmen anzukurbeln.

Die schnellsten Elektroflitzer
Audi R8 e-tron Erst sollte er nicht in Serie gehen, jetzt kommt er doch. Der Audi R8 e-tron. Auf der Teststrecke fährt er bis zu 200 km/h Spitze. Quelle: Audi
BMW i8Der E-Hybrid-Flitzer aus München ist vorne dabei, wenn es um Schnelligkeit geht. Mit Hybridunterstützung liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 250 Km/h, rein elektrisch sind es 120 Stundenkilometer. Quelle: BMW
Porsche Panamera S E-HybridZumindest mit Hybridunterstützung istder Porsche Klassenbester. Auf 270 km/h bringt er es, rein elektrisch auf 135 km/h. Der Spaß hat seinen Preis. Ab 110.409 Euro ist der E-Porsche zu haben. Quelle: Porsche
Tesla RoadsterWer sagt, dass Elektroautos nur was für Öko-Latschen-Träger sind und nicht schnell und sexy sein können? Der Tesla Roadster beweist das Gegenteil. Mit 288 PS kommt er in 3,7 Sekunden von 0 auf 97 Stundenkilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei vollen 201 km/h. Quelle: Tesla
Volvo V60 HybridEin sparsamer Dieselmotor plus ein emissionsfreier und effizienter E-Motor samt großer Batterie, das ist der neue Volvo V60 D6 AWD. Er kombiniert einen 215 PS starken Fünfzylinder-Diesel mit einem 70 PS-Synchronmotor. So kommt der Diesel-Hybrid auf eine Systemleistung von 280 PS. Von null auf hundert beschleunigt der zwei Tonnen schwer Schwede in sieben Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: Satte 230 km/h. Quelle: Volvo
Tesla Model SDer Markenbruder Tesla S unterscheidet sich was die Spitzengeschwindigkeit angeht kaum - er bringt es auf 200 Stundenkilometer. Quelle: Tesla
Jetcar ElektroSieht nicht nur interessantaus, ist auch schnell: Auf 160 km/h Spitzengeschwindigkeit bringt es das Jetcar. Quelle: Presse

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sagte der WirtschaftsWoche, dass "Sonderabschreibungen für Unternehmen, die Autos mit alternativen Antrieben anschaffen", unbedingt notwendig seien. Deutschland müsse "noch mächtig Gas geben", um Leitmarkt für Elektromobilität zu werden. "Die Möglichkeit, 50 Prozent der Fahrzeugkosten bereits im ersten Jahr abschreiben zu können, ist schon ein Wort für Betreiber von Firmenflotten", sagte Wissmann.

Zugleich warnte er die Politiker davor, die CO2-Grenzwerte über das 95-Gramm-Ziel hinaus zu verschärfen. Schon das Einhalten des aktuellen Grenzwertes vom Jahr 2020 an sei "eine wahnsinnig große Kraftanstrengung, die vor allem von manchen EU-Politikern immer noch massiv unterschätzt wird", so Wissmann. "Einigen Regulierern scheinen die physikalischen Gesetzmäßigkeiten völlig unklar zu sein: Die Grenzwerte noch drastisch weiter herunterzuschrauben, würde den Verbrennungsmotor als Antriebsquelle unmöglich machen."

Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

Auch bei der Umstellung der Berechnungsgrundlage für den CO2-Ausstoß vom Normzyklus NEFZ auf die Norm WLTP dürfe es keine Verschärfung durch die Hintertür geben. "Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Spielregeln während eine Champions-League-Endspiels plötzlich zu ändern. Wenn das Messverfahren geändert wird – und wir unterstützen die kommende Norm WLTP –, müssen auch die CO2-Grenzwerte entsprechend sauber umgerechnet werden."

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