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Verbotene Preisabsprachen Millionenstrafe für Audi und Chrysler in China

Wegen unerlaubter Preisabsprachen müssen Audi und Chrysler in China eine Strafe in Millionenhöhe zahlen. Die Autohersteller hätten das Monopolrecht verletzt, argumentierten die chinesischen Behörden.

Eine Frau in der Montagehalle im chinesischen Changchun: Audi und Chrysler müssen Geldstrafen von umgerechnet 31 Millionen Euro zahlen. Quelle: dpa

Wegen Verletzung des Monopolrechts haben chinesische Behörden die Autohersteller Audi und Chrysler zu Geldstrafen verurteilt. Audi muss umgerechnet rund 31 Millionen Euro bezahlen, Chrysler vier Millionen Euro, wie die Regierung am Donnerstag bekanntgab.

Audis chinesische Geschäftseinheit habe das Gesetz verletzt, indem sie Mindestpreise erzwungen habe, die Händlern für Verkäufe und Service vorgeschrieben worden seien. Chrysler habe ebenfalls Mindestverkaufspreise erzwungen.

Diese Autos kaufen Chinesen am liebsten
Platz 10: VW PassatEin Passat „nur“ auf dem zehnten Platz in der Zulassungsstatistik – in Deutschland undenkbar. Dennoch kann sich der Erfolg der NMS-Version des Passats (New Midsize Sedan), die in den USA und China verkauft wird, sehen lassen: Im ersten Halbjahr kam der Passat in China auf  135.954 Neuzulassungen. Zum Vergleich: In Deutschland kam der Passat, trotz oder wegen des anstehenden Modellwechsels ,in der Statistik von Januar bis Juni hinter dem Golf auf den zweiten Platz – allerdings reichen dafür hierzulande gerade einmal 35.533 Neuzulassungen. Quelle: Presse
Platz 9: Great Wall Haval H6Great Wall Motors gehört zu den größten SUV-Herstellern Chinas. Sein Bestseller ist der Haval H6, teilweise auch Hover H6 genannt. Das Kompakt-SUV ist mit 4,64 Metern etwa so groß wie ein Audi Q5. Mit  143.119  Zulassungen ist der H6 das beliebteste SUV Chinas im ersten Halbjahr 2014. Quelle: Presse
Platz 8: Nissan SylphyAb jetzt folgen nur noch die in China gefragteste Karosserieform – viertürige Stufenheck-Limousinen in allen erdenklichen Größen. Den Anfang macht auf dem achten Rang der Nissan Sylphy, der als Kompakt-Limousine für chinesische Verhältnisse geradezu klein ist. Mit 4,61 Metern ist er in etwa so lang wie hierzulande ein Golf Kombi. Im ersten Halbjahr konnte Nissan 145.214 Sylphys verkaufen. Quelle: Presse
Platz 7: Buick Excelle XTIhnen kommt der Buick Excelle XT irgendwie bekannt vor? Kein Wunder, schließlich ist es ein Opel Astra. Lediglich die Logos außen und innen wurden getauscht, ebenso der verchromte Kühlergrill – Badge-Engineering vom Feinsten. Mit dieser wohl einfachsten Art der „Modellentwicklung“ bringt es die GM-Tochter immerhin auf 147.404 Neuzulassungen. Quelle: Presse
Platz 6: VW JettaJetzt wird es etwas kompliziert: 152.621 Neuzulassungen in China gab es für den VW Jetta. Unter diesem Namen wurde auch in Deutschland jahrelang die viertürige Limousine auf Basis des Golf verkauft. Auf den aktuellen Jetta trifft das nur noch in Teilen zu. Um den Ansprüchen der amerikanischen und chinesischen Kunden zu entsprechen, übernimmt der Jetta von der Plattform des Golf VI zwar zahlreiche Teile, ist aber deutlich länger. Der Jetta wird in China allerdings auch noch unter anderen Modellbezeichnungen verkauft. Quelle: Presse
Platz 5: VW SagitarEin Beispiel dafür ist der VW Sagitar. Er entspricht zwar technisch und weitestgehend auch optisch dem Schwestermodell Jetta, wird aber nicht von VW selbst, sondern von dem Joint Venture FAW-VW zusammen mit First Automotive Works - gebaut. Und dieses formell eigenständige Unternehmen nennt seinen Jetta eben anders. Am Verkaufserfolg ändert sich wenig, der Sagitar kam im ersten Halbjahr auf 155.393  Neuzulassungen. Quelle: Presse
Platz 4: VW SantanaDer seit 2013 gebaute Santana ist eine Eigenentwicklung von Shanghai Volkswagen, speziell für den chinesischen Markt. Damit ist der Santana eines der wenigen VW-Modelle in China, das nicht auf einem bestehenden Fahrzeug basiert. Mit einer Länge von 4,47 Metern gehört der Santana zu den kleineren Limousinen. Er brachte es im ersten Halbjahr auf 161.957  Neuzulassungen. Shanghai Volkswagen ist übrigens ein weiteres VW-Joint Venture aus der Shanghai Automotive Industry Corporation und eben Volkswagen. Quelle: Presse

Die chinesischen Aufsichtsbehörden hatten eine Reihe von Ermittlungen gegen internationale Autokonzerne und Technologiezulieferer eingeleitet. Handelskonzerne werfen den chinesischen Aufsichtsbehörden vor, kartellrechtliche und andere Untersuchungen durchzuführen, um heimische Unternehmen zu fördern und ausländische Wettbewerber zu behindern.

Die US-Handelskammer hatte in dieser Woche erklärt, dies könne Pekings Freihandelszusagen verletzen.

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Am Mittwoch hatte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang erklärt, die Wirtschaft stärker für ausländische Investoren öffnen zu wollen. Peking sei gegen Handels-Protektionismus und werde weiter „einen proaktiven Kurs des Sich-Öffnens verfolgen“. Er versprach, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ausländische Unternehmen und Investoren anziehen würden. „Wir sind gegen Protektionismus in all seinen Formen“, sagte Li.

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