Verhalten im Straßenverkehr Vor allem reiche Menschen fahren rücksichtslos

Eine Studie der University of California um den Forscher Paul Piff hat gezeigt: Fahrer von teureren Autos sind rücksichtsloser als anders. Aber auch Besitzer von Ökoautos kommen nicht gut weg.

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ADAC-Präsident Peter Meyer Quelle: AP
Ferdinand Piech Quelle: dpa
Kategorie: "Innovation und Umwelt" - Platz dreiAuf den dritten Platz in der Kategorie "Innovation und Umwelt" wählten die Leser von ADAC Motorwelt und Besucher von adac.de die Perfect Seat Collection der Paravan GmbH. Der Autoumrüster, der Serienmodelle behindertengerecht umbaut, hat ein neues Schwenk- und Drehsitzsysteme entwickelt, mit dem körperlich beeinträchtigte Menschen leichter in ihr Auto ein- und auch wieder aussteigen können. Der Clou: Das System kann von jeder Autowerkstatt in gängige Pkw-Modelle eingebaut werden. Quelle: Presse
Kategorie: "Innovation und Umwelt", Platz zweiDen zweiten Platz bekam Daimler für seinen Bremsassistenten BAS PLUS mit Kreuzungsassistent. Die Innovation: BAS Plus überwacht mithilfe zweier Radarsysteme das Fahrzeugumfeld (bis zu drei Spuren) sowie die vorausfahrenden Fahrzeuge. Der Assistent verstärkt die Bremskraft, wenn das vorausfahrende Fahrzeug bremst. Liegen keine Messwerte vor weil kein Fahrzeug vorausfährt, funktioniert das System wie ein gewöhnlicher Bremsassistent. Quelle: dpa
Kategorie: "Innovation und Umwelt" - Platz einsDen Titel in der Kategorie "Innovation und Umwelt" gewann Volkswagen für den Dreizylinder-Erdgasmotor im Modell eco up! Der erdgasbetriebene eco up! war mit 79 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer bereits 2012 Spitzenreiter auf der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Quelle: Presse
The Toyota Yaris Hybrid Quelle: dapd
A logo of Toyota Motor Corp on its Prius vehicle Quelle: REUTERS

Der Ausgangspunkt für die Studie war eine einfache Frage: Welche soziale Klasse verhält sich eher unmoralisch – die Oberschicht oder die Unterschicht? Im Rahmen einer siebenteiligen Analyse wurde auch der Straßenverkehr getestet. Die Forscher beobachteten das Verhalten von 152 Autofahrern am Zebrastreifen. Immer dann, wenn eine Testperson die Straße überqueren wollte, wurde das Verhalten des Fahrers bewertet. Dabei verhielten sich acht von zehn Fahrern "korrekt" und stoppten ihren Wagen, vor allem Fahrer der Kompakt- und Kleinwagenklasse. Niemand verstieß gegen die Verkehrsregeln.

Vor allem Oberklassewagen missachteten häufiger die Verkehrszeichen und überfuhren - ohne ihn auch nur zu beachten - den Zebrastreifen. Die schlimmsten, so Paul Piff waren die BMW-Fahrer.

Den zweiten Test machten sie an einer Kreuzung, an der die Vorfahrt mit Stopp-Schildern geregelt ist: Auch hier waren Oberklassewagen die Schlusslichter - sie schnitten sogar andere Wagen. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Frauen häufiger für Fußgänger bremsen als Männer - und grundsätzlich eher für Frauen, die die Straße überqueren, als für Männer angehalten wird.

Damit zeigt die Studie einen deutlichen Zusammenhang zwischen Reichtum und dem rücksichtslosen Verhalten von Autofahrern, allerdings nichts nur dort, sondern auch in den anderen getesteten Bereichen,

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