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Vernetztes Fahren Das Connected Car eröffnet neue Möglichkeiten

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Die Autobauer brauchen eine zentrale Plattform

Um die Anforderungen des Marktes bestmöglich zu erfüllen, ist der Aufbau einer eigenen Connected Vehicle-Plattform für Internet-of-Things-Applikationen bei den meisten Automobilherstellern der bevorzugte Weg. Durch eine solche Plattform haben die Automobilhersteller die Möglichkeit, schnell und innovativ Dienste zentral zu entwickeln und bereitzustellen und so einen kurzen App-Zyklus unabhängig vom langen Produktzyklus eines Fahrzeugs zu erreichen. Über die zentrale Plattform behält er die Kontrolle über die Interaktion und digitale Erlebniswelt des Kunden und über die Monetarisierung der Angebote. Die Automobilhersteller behaupten so ihre zentrale Rolle und müssen keinen Machtverlust an neue Markteinsteiger wie die Internetfirmen befürchten.

Noch viele Hürden für selbstfahrende Autos

Bei der Realisierung dieser Plattformen muss insbesondere auf folgende Bereiche geachtet werden:
• Es ist entscheidend, dass durch die Plattform eine umfassende Palette an Angeboten abgedeckt wird, die der Kunde intuitiv nutzen kann. Die Bandbreite der möglichen Applikationen reicht von persönlichen Routenvorschlägen, Konsumangeboten und Steuerung seiner Infrastruktur in seinem Zuhause bis hin zu vorhersagender Wartung des Fahrzeugs und automatisierten Fahren. Hierzu müssen die unterschiedlichsten Informationen wie hochaktuelle und genaue Karten, Fahrzeug und Fahrerinformationen, Verkehrs- und Routeninformationen sowie vernetzte Systeme des Internets der Dinge, wie zum Beispiel das Smarter Home, mit dem Fahrzeug verknüpft und nutzbar gemacht werden.
• Die Infrastruktur für die Plattform muss eine skalierbare Kommunikation, z.B. durch eine hybride Cloud, zwischen Millionen von Sendern und Empfängern gewährleisten und weltweit erreichbar sein. Es muss zwischen einer öffentlichen Cloud, einer hybriden Cloud und einer on-premise Lösung für die Plattform gewählt werden. Wichtig ist, dass möglichst viele Analyseanwendungen vorhanden sind, um die Daten zu verarbeiten.
• Die Plattform muss offene Standards und Protokolle unterstützen, um so die Integration von Drittanbietern mit möglichst geringem Aufwand zu ermöglichen.
• Die Anwendungen müssen sicher gegen externe Bedrohungen sein und höchste Ansprüche an das Thema Data Privacy erfüllen.

In Arbeit
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Time-to-Market ist ein wichtiger Differenzierungsfaktor: Möglichst schnell müssen die neuen Technologien in den Fahrzeugen sinnvoll und mit einem erkennbaren Mehrwert für den Nutzer verbaut werden. IBM erarbeitet rund um den Erdball mit Herstellern und Zulieferern Lösungen für das Connected Car. Seit kurzem bietet IBM ein spezielles Softwarepaket mit der Bezeichnung IoT for Automotive an. Die zugrundeliegenden Technologien sind bereits heute bei mehreren Automobilherstellern für deren Connected Car-Plattformen im Einsatz.

Stefan Schumacher ist bei IBM im Bereich Automobilindustrie weltweit für das Thema Connected Vehicle und Mobility Solutions zuständig.

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