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Vertrag des Chefs läuft aus Wird er wirklich der Krüger-Nachfolger bei BMW?

BMW-Produktionschef Oliver Zipse, der „Kronprinz“. Quelle: imago images

BMW-Chef Harald Krüger hört im April 2020 auf. Sein Kronprinz und zwei weitere Kandidaten gehen ins Rennen um die Nachfolge.

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Harald Krüger führt BMW seit dem 13. Mai 2015. Im kommenden Jahr stünde eigentlich seine Vertragsverlängerung an. Doch dazu wird es nun nicht mehr kommen – Krüger stehe nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender des Vorstands zur Verfügung, teilte BMW am Freitag mit. Er wolle sich „beruflich neu orientieren“, hieß es in der Mitteilung. Aufsichtsratschef Norbert Reithofer habe das „mit Respekt und Verständnis“ aufgenommen.
Der Aufsichtsrat wird sich zwar erst in seiner nächsten Sitzung am 18. Juli 2019 mit einem möglichen Nachfolger befassen und Krüger bis dahin auch im Amt bleiben. Doch die Spekulationen um seinen Nachfolger sind bereits in vollem Gange. Die WirtschaftsWoche stellt die drei aussichtsreichsten Kandidaten vor.

BMW-Produktionschef Oliver Zipse, der „Kronprinz“. Quelle: imago images

Als eigentlicher Kronprinz gilt derzeit BMW-Produktionschef Oliver Zipse. Die FAZ will aus Konzernkreisen gar erfahren haben, dass Zipse als Nachfolger bereits feststeht. Der Maschinenbauer sei schon mehrfach zum Gespräch bei der Eigentümerfamilie Klatten gewesen, sagt ein Insider. Ob es dabei auch um den CEO-Posten ging, ist hingegen nicht überliefert. Das Problem: Zipse gilt bei Gesprächspartnern als eitel und vor allem als Mann der alten Verbrennerwelt. Manch einer hatte auch nicht unbedingt den Eindruck, dass der Diplom-Ingenieur verstanden habe, dass es eine neue Mobilität geben werde. Er glaube immer noch daran, dass die Leute Autos kaufen würden, meint ein Gesprächspartner. Dabei müsse sich auch ein Premiumhersteller darauf ausrichten, dass die Menschen Mobilität statt ein Auto kaufen wollten. Harte Entscheidungen traut man dem im Februar 1964 geborenen Manager aber zu.

Zipse kam 1991 als Trainee zu BMW – er startete dort im Bereich Entwicklung, Technische Planung und Produktion. Später leitete er etwa das Werk Oxford in Großbritannien sowie die Konzernplanung und Produktstrategie. Seit Mai 2015 ist er Mitglied des Vorstands von BMW.

BMW-Finanzchef Nicolas Peter, der Mann für die harten Entscheidungen. Quelle: imago images

Auch BMW-Finanzchef Nicolas Peter gilt nach dem angekündigten Abgang von BMW-Chef Harald Krüger offenbar als ein möglicher Nachfolgekandidat. Das sagte ein Insider der WirtschaftsWoche. Zwar habe derzeit Produktionschef Oliver Zipse die Nase vorn, Peter sei aber bekannt als sehr gescheiter Manager, der auch harte Entscheidungen treffen könne. Diese stünden bei BMW jetzt an und seien Krüger nicht mehr zugetraut worden, sagte der Insider.

Der im April 1962 geborene Peter ist studierter Jurist und kam ebenfalls 1991 zu BMW. Über verschiedene Führungs- und Projektaufgaben im Bereich Finanzen wurde er unter anderem Gruppenleiter der Konzernfinanzierung. Er arbeitete auch bei BMW in Frankreich und Schweden. Später leitete er das Konzerncontrolling und die Region Europa, bevor er 2017 Finanzchef wurde.

BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich Quelle: imago images

BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich wird in der Presse zwar als ein Nachfolgekandidat gehandelt – allerdings auch als wenig aussichtsreich. Denn der im Juni 1960 geborene Maschinenbauer würde in einem knappen Jahr die Grenze zur BMW-Rente knacken. Diese liegt eigentlich bei 60 Jahren, kann aber offenbar in Ausnahmefällen und mit Zustimmung der Führungskraft auf 63 Jahre ausgedehnt werden. Damit aber wäre Fröhlich nur ein möglicher Interimschef.

Die BMW-Konzernkarriere kann aber auch er vorweisen: 1987 kam er zu dem bayerischen Autobauer. Dort war er unter anderem Entwicklungsingenieur Motorenentwicklung, Leiter der Entwicklung für Alternative Brennverfahren, auch leitete er die Gesamtentwicklung Ottomotoren und die Marken- und Produktstrategie der BMW Group, bevor er im Dezember 2014 Mitglied des Vorstands von BMW wurde.

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