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Volkswagen-Abgas-Skandal +++Kunden wenden sich von VW ab+++

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Dieselgat kratzt am VW-Markenwert

+++Diesel-Skandal kratzt am VW-Markenwert+++

Der Abgas-Skandal hat dem Markenwert von Volkswagen in Berechnungen der Unternehmensberatung Interbrand massiv geschadet. In der am Montag veröffentlichten jährlichen Rangliste der wertvollsten Marken sank der von Interbrand ermittelte Wert für Europas größten Autobauer um neun Prozent auf gut 12,45 Milliarden Dollar (11,1 Milliarden Euro). Vor Bekanntwerden der Tricks bei Diesel-Abgasen sei man noch von einem Zuwachs von zehn Prozent ausgegangen, teilte Interbrand mit. Im Ranking rutschte Volkswagen dadurch vom 31. auf den 35. Platz ab. Bei der ebenfalls betroffenen Konzernmarke Audi sehen die Experten immer noch ein Plus beim Markenwert.

+++BDI-Chef warnt vor Überregulierung+++

Industrie-Präsident Ulrich Grillo sieht nach dem Abgas-Skandal bei VW die deutschen Manager in der Pflicht und hat die Politik vor überzogenen Vorgaben gewarnt. In einem Brief an Führungskräfte der deutschen Wirtschaft forderte er die Unternehmen auf, für dauerhaftes Vertrauen zu sorgen und nachvollziehbar darzulegen, wie sie Gewinne erzielen. "Wenn uns das nicht gelingt, dann wird die Politik die Aufgabe übernehmen", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt: "Doch die Regierung sollte dieser Versuchung widerstehen und diesen Fall nicht überstürzt zum Anlass nehmen, radikal an der Regulierungsschraube zu drehen." Das gültige Recht biete umfassende Sanktions-Möglichkeiten

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    +++Frankreich erwägt höhere Steuern für Diesel-Fahrzeuge+++

    Frankreich erwägt nach dem VW-Abgasskandal Steuererhöhungen für Diesel-Fahrzeuge. "Wir sollten die finanziellen Vorteile für Diesel in den nächsten fünf Jahren abschaffen", sagte Umweltministerin Segolene Royal am Sonntagabend dem Sender France 5. Damit würden Anreize für die Verbraucher geschaffen, künftig saubere Autos zu kaufen. Mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge auf Frankreichs Straßen sind Diesel.

    Die Abgas-Tests in Deutschland und Europa

    Inzwischen werden in mehreren Ländern weitergehende Schritte als Folge des VW-Abgasskandals diskutiert. So sagte der britische Premierminister David Cameron der Zeitung "The Sunday Telegraph", dass seine Regierung es für möglich halte, die Fördermittel für Diesel-Fahrzeuge zu überprüfen. Die italienische Regierung lässt nach einem Bericht der Zeitung "Il Sole 24 Ore" Autos mit Dieselmotor von acht führenden Herstellern überprüfen. In Spanien zahlt VW die Subventionen zurück.

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