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Volkswagen Diess’ letzte Chance

Ein zweifelnder Volkswagen-Chef: Kann Herbert Diess sich gegen den Betriebsrat durchsetzen? Quelle: dpa

Bei Volkswagen wird geschossen wie im Western: öffentlich und unbarmherzig. Kann sich der Firmenchef in letzter Minute retten? Ein Kommentar.

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Showdown in Wolfsburg. Das müsste dramatisch klingen, tut es aber nicht. Denn es gab in den vergangenen Jahren so oft High Noon, dass man abstumpfte. Immer dabei: VW-Manager, der Großaktionär Niedersachsen, der Porsche-Piëch-Clan und die Betriebsräte. Allen Schießereien gemein war, dass die Beteiligten sie am liebsten in der Main Street um zwölf Uhr mittags inszenierten. Öffentlichkeit als Machtinstrument. Nun schon wieder.

Dieses Mal in den Hauptrollen: der schießwütige Boss Herbert Diess, die ehrgeizige Arbeiterführerin Daniela Cavallo und der opportunistische Landesbaron Stephan Weil. Diess ballert mit Aussagen über Jobabbau um sich, Cavallo und Weil rufen deshalb zum Aufstand.

Diess gerät in diesem Western allmählich zu einer tragischen Figur. Denn seine Pläne mit der Firma sind eigentlich richtig und weitsichtig. Er hat recht, wenn er auf Umbau und Jobabbau drängt, weil Konkurrenten schneller, schlanker und schlauer sind. Aber er will nicht wahrhaben, dass er kein Unternehmer ist, der allein schalten und walten kann, sondern ein Angestellter, der mit Betriebsrat und Land diplomatisch umspringen sollte, will er am Ruder bleiben.

Diess als Diplomat? Ob die Drehbuchautoren diese Wendung hinkriegen?

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