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Volkswagen erwägt Börsengang der Lkw-Sparte "Da geht es um die Schlagkraft des VW-Konzerns"

Quelle: dpa

Die Pläne für einen Börsengang des Nutzfahrzeug-Geschäfts von Volkswagen nehmen offenbar Gestalt an.

Die Pläne für einen Börsengang des Nutzfahrzeug-Geschäfts von Volkswagen nehmen offenbar Gestalt an. "Das ist eine Überlegung, mit der wir uns permanent zu beschäftigen haben", sagte Vorstandschef Matthias Müller am Montag Reuters TV am Rande des Genfer Autosalons. "Da geht es nicht nur um Truck & Bus, sondern um die Schlagkraft des VW-Konzerns insgesamt." Das sei ein Dauerthema für den Vorstand. Es gebe aber noch keine Entscheidungen. Eine mit den Plänen vertraute Person sagte, das Management von Volkswagen Truck & Bus habe in der vergangenen Woche unter Führung von Andreas Renschler über Wege an den Kapitalmarkt diskutiert.

Eine der Möglichkeiten sei ein Börsengang, sagte der Insider. Um kapitalmarktfähig zu sein, solle die bisher als GmbH geführte Sparte in eine Aktiengesellschaft - eine deutsche AG oder eine Europa-AG (SE) - umgewandelt werden. Das "Handelsblatt" berichtete, der VW-Konzernvorstand habe den Weg an die Börse in der vergangenen Woche mit einem Beschluss schon frei gemacht, auch wenn Beratungen mit den Betriebsräten und eine Entscheidung des Aufsichtsrats der VW-Tochtergesellschaft noch ausstünden. Laut "Handelsblatt" gibt es einen konkreten Zeitplan: Der Aufsichtsrat der VW-Tochter soll Ende März grünes Licht geben, der Börsengang wäre etwa ein Jahr später angepeilt. Müller sagte Reuters TV, er sei "sehr zufrieden" mit der Unterstützung des Aufsichtsrats beim Konzernumbau.

Über eine Verselbstständigung und einen Börsengang des VW Nutzfahrzeug-Geschäfts wird schon lange spekuliert. Spartenchef Renschler, der vor drei Jahren von Daimler zu VW gekommen war, wollte aber eigentlich die rivalisierenden VW-Lkw-Töchter MAN und Scania besser verzahnen. Sie bilden zusammen mit dem Nutzfahrzeuggeschäft in Brasilien und der Digitalmarke RIO Volkswagen Truck & Bus. Aufspaltungen mit der Option zu einem Börsengang sind ein neuer Trend. So bereiten auch Continental und Daimler einen solchen Konzernumbau vor.

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