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Volkswagen Geheimpapier: Bedingungen für VW-Millionen-Subventionen

Exklusiv

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee, Bill Haslam, hat dem VW-Konzern Subventionen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar zugesichert, wenn es im VW-Werk Chattanooga keinen Betriebsrat gibt.

VW-Werk in Chattanooga Quelle: AP

Das geht aus einem vertraulichen Papier hervor, das der WirtschaftsWoche vorliegt. „Die Subventionen sind davon abhängig, dass die Diskussionen zwischen dem Bundesstaat Tennessee und Volkswagen über einen Betriebsrat im Sinne des Bundesstaates abgeschlossen werden“, heißt es in dem Papier. Bill Haslam gilt als vehementer Gewerkschaftsgegner.

Hintergrund ist der Versuch der amerikanischen Gewerkschaft UAW, im VW-Werk Chattanooga einen Betriebsrat zu gründen. Viele republikanische Politiker hatten gegen diese Pläne opponiert. Eine Mehrheit der Belegschaft stimmte im Februar mit 712 zu 626 Stimmen gegen die Bildung eines Betriebsrates. Die Einmischung des Gouverneurs könnte nun aber zur Folge haben, dass die Entscheidung der VW-Mitarbeiter hinfällig wird. Die UAW hatte ein Gericht angerufen, das am 21. April über die Gültigkeit der Abstimmung entscheidet.

VW rechnet fest mit den Subventionen des US-Bundesstaates. Diese sollen genutzt werden, um die Kapazität des Werkes von 140.000 auf 200.000 Fahrzeuge pro Jahr zu erhöhen. Bis Ende 2016 könnten so über 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.

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