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Volkswagen Kernmarke soll profitabler werden

VW treibt die Sanierung seiner Kernmarke voran. Die Marge soll bis 2020 auf vier bis fünf Prozent steigen. Dabei sollen Geländewagen die kostspielige E-Mobilität gegenfinanzieren.

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VW Quelle: dpa

Volkswagen kommt bei der Sanierung seiner Kernmarke voran und legt die Latte höher. Dank Sparmaßnahmen und gewinnträchtigeren Modellen wie Geländewagen werde die operative Gewinnmarge der Marke VW bis 2020 auf vier bis fünf Prozent zulegen, teilte die Konzerntochter am Donnerstag in Wolfsburg mit. Bislang war von vier Prozent oder mehr die Rede. Der Geländewagen-Anteil soll von derzeit 14 Prozent auf etwa 40 Prozent im Jahr 2020 steigen. Damit werde das Geld verdient, um den Wandel hin zur Elektromobilität zu finanzieren, sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Bei E-Autos erwartet der Hersteller nicht, dass sie in den ersten ein, zwei Jahren nach Markteinführung Gewinn abwerfen.

Die Manager des größten und umsatzstärksten Konzernteils rechnen auch dank einer großen Nachfrage nach SUVs in diesem Jahr damit, die Zahl von 5,99 Millionen verkauften Fahrzeugen von 2016 zu übertreffen und einen Rekord aufzustellen. Der operative Gewinn werde sich 2017 signifikant verbessern, sagte Diess. 2016 fuhr die Marke VW 1,9 Milliarden Euro ein.

Diess sprach auf einer Pressekonferenz zugleich von weiteren Herausforderungen. "Die strategische Neuausrichtung greift, der erste Schritt ist gemacht. Aber das ist erst der Anfang. Wir haben damit die ersten fünf Kilometer eines Marathonlaufs absolviert." Die Restrukturierung komme gut voran, VW habe den Rückhalt der Gewerkschaften. Das Management hatte sich im vergangenen Jahr mit den Arbeitnehmervertretern auf den Abbau von rund 23.000 Stellen in Deutschland bis 2020 geeinigt. Bis Jahresende sollen davon rund 3800 weggefallen sein.

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