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Volkswagen Winterkorns realer Verdienst

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Starke Marken

Die wertvollsten deutschen Marken
Eine Mitarbeiterin zeigt im Produktionswerk der Beiersdorf AG in Hamburg eine Nivea-Dose. Quelle: dpa
Porsche Boxter S Quelle: REUTERS
Logo der Allianz-Versicherungen Quelle: dpa
Der Vorstandsvorsitzende der adidas AG, Herbert Hainer Quelle: dapd
Das Audi-Logo von einem Audi A8 Quelle: dpa
Ein Mitarbeiter der Volkswagen AG poliert im VW-Werk in Wolfsburg ein Logo am Kühlergrill Quelle: dpa
Der Schriftzug des Technologiekonzerns Siemens Quelle: dpa

Winterkorn hat Recht. Das VW-Geschäft ist kein wackeliges Finanz-Kartenhaus, das hohe Mieten abwirft, aber jederzeit zusammenbrechen kann. Die 8,36 Millionen Autos hat Volkswagen 2011 ganz real verkauft und es spricht nichts dafür, dass es in den kommenden Jahren weniger sein werden. Der Konzerngewinn ist ordentlich und müsste weiter steigen, sobald sich die neue, effiziente Baukasten-Bauweise voll in den Produktions- und Entwicklungskosten niederschlägt.

Die Marken des VW-Konzerns sind stark. Kunden in aller Welt sind bereit, für Fahrzeuge mit VW-, Audi-, Porsche- oder Scania-Emblem mehr zu bezahlen, als für vergleichbare Konkurrenzprodukte.

Zudem will der Konzern in den kommenden Jahren über 40 Milliarden Euro in die Ökologisierung des Geschäfts investieren, in sparsame, saubere Autos also und eine effiziente Produktion.

Damit kann VW auch auf lange Sicht erfolgreich im Rennen bleiben und den über 500.000 Mitarbeitern eine sichere berufliche Heimat bieten.

Angemessenes Gehalt

In Arbeit
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Ein windiger Banker ist Winterkorn also wahrlich nicht. VW ist heute Old Economy at its best, das Gegenteil von Mortgage Backed Securities und Dot-com Bubbles. Das ist auch der Verdienst des promovierten Metallwissenschaftlers und deshalb gebührt ihm ein angemessenes Gehalt.

Stellt sich bloß die Frage, was angemessen ist. Darüber könne man ja durchaus diskutieren, gab sich Volkswagen-Personalvorstand Horst Neumann auf der Pressekonferenz erstaunlich offen, aber bitte "im Gesamtkontext". Gerade jetzt, in einer Erfolgsphase, ein hohes Gehalt herauszupicken und damit eine Diskussion vom Zaun zu brechen, findet Neumann unfair.

Ungleiches Wachstum

Auf das Angebot mit der "Diskussion im Gesamtkontext" sollten Aktionäre, Mitarbeiter und Bürger zurückkommen. Ein paar Zahlen zum Gesamtkontext: Die Aktionäre kassieren 36 Prozent mehr Dividende als im letzten Jahr. Winterkorns Gehalt jedoch steigt um 87 Prozent. Die VW-Mitarbeiter bekommen einen Bonus von 7500 Euro, also einen Bruchteil ihres Jahresgehaltes.

Winterkorn bekommt einen Bonus von elf Millionen Euro, wodurch sich sein Gehalt mehr als verdoppelt. Und dem diskussionsfreudigen Bürger sei vorgerechnet: Die 200.000 Euro, die Bundespräsidenten-Pensionär Christian Wulff in einem Jahr bekommt, hat Winterkorn schon nach gut vier Tagen auf dem Konto.

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