Volkswagen Suzuki holt sich Milliardenanteil zurück

Nachdem ein Schiedsgericht Ende August entschied, VW müsse seine Suzuki-Beteiligung abgeben, hat Japans viertgrößter Autobauer sich fast 20 Prozent seiner Anteile von Volkswagen zurückgeholt - ein Milliardeneinkauf.

 Ein Volkswagen-Logo spiegelt sich neben einem Suzuki-Logo im roten Lack eines Suzuki-Fahrzeugs Quelle: dpa

Nach dem Scheidungskrieg hat Suzuki ein milliardenschweres Aktienpaket von Volkswagen zurückgekauft. Der viertgrößte japanische Autobauer teilte am Donnerstag mit, den Suzuki-Anteil von 19,9 Prozent für umgerechnet knapp 3,4 Milliarden Euro erworben zu haben.

Das Schiedsgericht der internationalen Handelskammer in London hatte Ende August geurteilt, dass der VW-Konzern seine Beteiligung an den Japanern abstoßen muss. Die Entscheidung beendete einen vier Jahre langen Streit über die gescheiterte Kooperation der beiden Autokonzerne und die Rückgabe der Suzuki-Aktien.

VW war 2010 für 1,7 Milliarden Euro bei Suzuki eingestiegen und streicht deshalb nun einen deutlichen Buchgewinn ein. Der Dax-Konzern wollte gemeinsam mit den Japanern Billigautos für Schwellenländer entwickeln. Doch die Partnerschaft ging in die Brüche, hauptsächlich weil die Chemie zwischen den beiden Firmen nicht stimmte und Suzuki um den Verlust seiner Eigenständigkeit fürchtete. Dennoch wollte VW seine Suzuki-Anteile behalten.

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