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Volkswagen VW hält sich Börsengang der Lkw-Sparte offen

Volkswagen schließt einen Börsengang seiner Lkw-Sparte nicht aus. Auch eine Expansion ins Ausland steht im Raum – vor allem der us-amerikanische Markt ist spannend für den Konzern.

Lkws von VWs Tochtermarken. Quelle: dpa

Der vom Abgasskandal erschütterte Autobauer Volkswagen schließt einen Börsengang seiner Lkw-Sparte nicht aus. "Wir halten uns alle Optionen offen", sagte eine Sprecherin. "Das gilt sowohl für die Expansion im Ausland, eine mögliche Übernahme oder Partnerschaft wie auch einen Börsengang." Einen Zeitrahmen nannte die Sprecherin nicht. Als erstes hatte die Agentur Bloomberg darüber berichtet.

Volkswagen hatte vor einem Jahr den Daimler-Manager Andreas Renschler abgeworben. Er soll als Konzernvorstand die Zusammenarbeit der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania vorantreiben.

Die Marktanteile der fünf größten Lkw-Marken

In der Branche wird davon ausgegangen, dass Renschler ein, zwei Jahre benötigen wird, um Erfolge vorzuweisen. Diese wären auch nötig, um die Holding für Investoren attraktiv zu machen. Renschler hat bereits deutlich gemacht, dass VW im Lkw-Geschäft in den USA präsent sein muss, um weltweit eine führende Rolle zu spielen. Dort ist Volkswagen bei schweren Lastwagen bisher nicht aktiv. Vermutet wird deshalb, dass die Wolfsburger eine andere Marke übernehmen oder eine Partnerschaft eingehen könnten. Als mögliche Partner gelten die US-Lkw-Bauer Paccar oder Navistar.

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VW erwartet von der Allianz von MAN und Scania Kostenvorteile von mindestens 650 Millionen Euro im Jahr. Angesichts der langen Produktzyklen bei schweren Lastwagen wird es nach früheren Angaben allerdings bis zu 15 Jahre dauern, bis dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann.

Anders als bei Pkw ist VW bei schweren Lastwagen und Bussen nicht vom Abgasskandal betroffen. Volkswagen hatte zugegeben, Diesel-Motoren mit einer Software manipuliert zu haben. Dem Konzern drohen deshalb milliardenschwere Strafen und Schadensersatzforderungen. Analysten rechnen mit Kosten von 20 bis 30 Milliarden Euro.

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