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VW-Abgas-Skandal VW und Audi müssen Preise zurückgeben

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Erster US-Landkreis verklagt VW

+++Staatsanwaltschaft leitet Prüfverfahren gegen VW-Tochter Audi ein+++

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat ein Prüfverfahren gegen die VW-Tochter Audi aufgenommen. „Wir prüfen derzeit alle Fakten, um entscheiden zu können, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden muss“, sagte Oberstaatsanwalt Wolfram Herrle den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt war am Dienstagabend dazu keine Stellungnahme zu erhalten. Seine Behörde sei gleich nach Bekanntwerden des VW-Skandals aktiv geworden und stehe in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft in Braunschweig, erklärte Herrle demnach weiter. Eventuell würden die Verfahren auch bei einer Staatsanwaltschaft gebündelt.

+++Erster US-Landkreis verklagt VW+++

In den USA hat der erste Landkreis VW verklagt. Harris County in Texas fordert wegen Luftverpestung durch mindestens 6000 in der Region verkaufte VW-Diesel mehr als 100 Millionen Dollar (89 Millionen Euro), wie das Büro des zuständigen Staatsanwalts Vince Ryan am Dienstag in Houston mitteilte. Volkswagens betrügerische Aktionen hätten es dem Landkreis erschwert, die staatlichen Klimaschutzvorgaben einzuhalten und so die Bürger zu schützen, sagte Ryan. „Diese manipulierten Autos haben jeden Tag deutlich mehr Abgase als gesetzlich erlaubt ausgestoßen“.


+++Über eine Million Autos in Österreich, Frankreich und Belgien betroffen+++

Von den weltweit elf Millionen manipulierten Autos der verschiedenen Volkswagen-Konzernmarken sind 363.400 Fahrzeuge in Österreich betroffen. Die Autobesitzer sollen bald schriftlich darüber informiert werden, dass „das Abgasverhalten ihres Fahrzeugs in Kürze nachgebessert werden kann“, wie die Porsche-Holding in Österreich am Dienstagabend mitteilte.

In Frankreich sind einem Medienbericht zufolge möglicherweise mehr als 900.000 Autos vom VW-Abgasskandal betroffen. Das berichtet der französische Sender TF1 am Dienstag. Darunter seien VW-, Audi- und Skoda-Modelle. Bei VW in Frankreich war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. In Belgien sind es nach Angaben eines Autoimporteurs knapp 400.000 Diesel-Fahrzeuge. Der Autovertrieb D'Ieteren teilte am Dienstag mit, Volkswagen habe ihn darüber informiert, dass 393.648 in Belgien verkaufte Fahrzeuge mit der Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgestattet seien.


+++US-Kongressabgeordnete fordern Aufklärung+++

Der Volkswagen -Abgasskandal hat nun auch führende Abgeordnete im US-Kongress auf den Plan gerufen. Republikaner und Demokraten, die im Energie- und Handelsausschuss des Repräsentantenhauses sitzen, forderten den deutschen Autobauer schriftlich zur Herausgabe von Dokumenten auf, die im Zusammenhang mit dem Skandal stehen. Unter anderem geht es ihnen um Unterlagen, aus denen die Entwicklung der Software hervorgeht, mit der Abgaswerte manipuliert wurden. Auch wollen sie sowohl von VW als von der Umweltbehörde EPA Informationen über die Untersuchung des Vorgangs.

+++VW überprüft auch Diesel-Fahrzeuge in Brasilien+++

Volkswagen weitet seine interne Überprüfung von Diesel-Fahrzeugen im Zuge des Abgas-Skandals auf Brasilien aus. Dabei gehe es um den Kleinlaster Amarok, sagte der für Regierungsangelegenheiten in Brasilien zuständige VW-Manager Antonio Megale am Dienstag. Grundsätzlich komme die Technik, mit der VW Abgaswerte manipulierte, in Brasilien nicht zum Einsatz. "Aber wir müssen das trotzdem bestätigen." VW hat in Brasilien nach Angaben des Autohändlerverbands Fenabrave seit 2010 fast 84.000 Amarok-Pick-Ups verkauft.

Auto



+++Auch Autos in Mexiko könnten betroffen sein+++

In Mexiko könnten vom Skandal um manipulierte Abgaswerte rund 32.000 Fahrzeuge betroffen sein. Dabei handele es sich um die vierzylindrigen Dieselmodelle vom Typ Transporter, Amarok, Vento, Jetta, Bora, Audi Q3 und Audi A4, die zwischen 2009 und August 2015 verkauft wurden, teilte Volkswagen Mexiko am Dienstag mit. Derzeit werde geprüft, ob die Abgaswerte der Autos tatsächlich manipuliert wurden. Sollte dies der Fall sein, werde Volkswagen die Kunden über Nachbesserungen informieren.

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