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VW-Abgas-Skandal VW und Audi müssen Preise zurückgeben

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Porsche ernennt Blume zum neuen Chef

+++ Porsche benennt Blume als neuen Chef+++

Der Sportwagenbauer Porsche hat einen neuen Chef. Der bisherige Produktionsvorstand Oliver Blume übernimmt ab Donnerstag den Chefsessel bei der VW-Tochter, wie die Porsche AG nach einer Sitzung ihres Aufsichtsrats mitteilte. Damit folgt der 47-Jährige auf Matthias Müller. Blume ist schon seit gut zwei Jahrzehnten im VW-Konzern tätig, 2013 kam er als Produktionsvorstand zu Porsche.

+++ Audi erstattet Strafanzeige gegen VW+++

Die VW-Tochter Audi hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt gestellt. „Damit wollen wir den Prozess der Aufklärung unterstützen“, erklärte ein Audi-Sprecher. Das Unternehmen arbeite eng mit den ermittelnden Behörden zusammen. „Wir dulden keine Geschäftspraktiken, die gegen geltendes Recht oder grundlegende Werte verstoßen“, erklärte der Sprecher. Die Anzeige habe man „wegen sämtlicher nach deutschem Strafrecht in Betracht kommender Delikte“ erstattet.

+++ VW fährt Produktion im Motorenwerk Salzgitter zurück+++

Im Motorenwerk Salzgitter wurde erstmals die Produktion zurückgefahren, sagte eine Werkssprecherin und bestätigte damit einen Bericht der „Wolfsburger Allgemeinen“. Vorsorglich sei auch eine Sonderschicht pro Woche abgesagt worden. In Salzgitter, nach Konzernangaben eines der größten Motorenwerke der Welt, werden täglich rund 7100 Otto- und Dieselmotoren hergestellt. Im Werk arbeiten rund 7000 Mitarbeiter.

+++VW-Hauptaktionär gibt Pötsch Rückendeckung+++

Der VW-Hauptaktionär Porsche SE hält einem Insider zufolge am jetzigen VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch als künftigem Aufsichtsratsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns fest. "Die Familien Porsche und Piech stehen fest hinter Hans Dieter Pötsch als Aufsichtsratschef", sagte eine Person aus dem Umfeld der Familie am Mittwoch. Die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Holding Porsche SE hält gut 52 Prozent der VW-Stammaktien.

Stimmen zum Abgas-Skandal bei VW

+++Ingolstadt führt Haushaltssperre ein+++

Nach Wolfsburg und Braunschweig verhängt auch Ingolstadt angesichts der VW-Abgas-Skandals eine Haushaltssperre. Für dieses und das kommende Jahr würden die Ausgaben der Stadt um 15 Prozent gekürzt. Dies sei „ausschließlich eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte ein Sprecher der oberbayerischen Stadt am Mittwoch. Von „möglichen minderen Ausstattungen“ gehe man ausschließlich im Verwaltungshaushalt aus, aus dem laufende Kosten bezahlt werden. Bereits geplante Investitionen für die beiden Jahre seien nicht betroffen.

+++VW-Finanztochter verhängt Einstellungsstopp bis zum Jahresende+++

Wegen des Abgas-Skandals hat die VW-Finanztochter Volkswagen Financial Services bis zum Jahresende einen Einstellungsstopp verhängt. „Bereits mündlich gegebene Zusagen für Stellenbesetzungen sind davon aber unberührt“, sagte Sprecher Stefan Voges am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Ebenfalls sollen alle in diesem Jahr auslaufenden Verträge von Werkstudenten und Zeitarbeitern zunächst nicht verlängert werden. Nach dpa-Informationen sind knapp 30 Zeitverträge betroffen.

+++Aufsichtsrat Lies: Diesel-Betrüger handelten kriminell+++

VW-Aufsichtsratsmitglied Olaf Lies fordert eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für die Diesel-Manipulationen bei Volkswagen. „Diejenigen, die erlaubt haben, dass dies geschehen kann und die, die entschieden haben, die Software zu installieren, haben kriminell gehandelt. Sie müssen deshalb dafür die persönliche Verantwortung übernehmen“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Lies (SPD) am Mittwoch dem englischen TV-Sender BBC. Der Aufsichtsrat müsse jetzt zudem schnell herausfinden, warum er so lange nichts von dem Einsatz der Betrugssoftware erfahren habe.

+++VW-Aufsichtsratsspitze will über erste Erkenntnisse beraten+++

Die obersten Aufseher von Volkswagen wollen am Mittwoch über erste Ergebnisse aus den konzerninternen Ermittlungen zum Abgas-Skandal beraten. Das fünfköpfige Präsidium des Kontrollgremiums kommt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Nachmittag zu einem erneuten Krisentreffen zusammen. Dabei soll über einen Zwischenbericht zu der Affäre gesprochen werden. Demnach fiel die Entscheidung zum Einbau der manipulierten Software bereits in den Jahren 2005 und 2006, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale. Noch unklar ist, ob im Anschluss an die voraussichtlich in Wolfsburg stattfindende Sitzung mit einer Erklärung zu rechnen ist.

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