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VW Abgas-Skandal +++Dobrindt: Maßnahmeplan fristgerecht eingetroffen+++

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Präsidium tritt zusammen

+++Erste Käuferin verklagt VW+++

Eine deutsche VW-Kundin hat wegen des Abgas-Skandals den Volkswagen-Konzern auf Schadenersatz verklagt. Der Bochumer Rechtsanwalt Sascha Conradi sagte am Mittwoch, seine Mandantin wolle ihr Auto zurückgeben und fordere deshalb die Rückabwicklung des Kaufs. Ein Sprecher des Landgerichts Braunschweig bestätigte den Eingang der Klage. Die Kundin habe sich aus Umweltschutz-Gründen bewusst für ein Fahrzeug der „Blue Motion“-Reihe entschieden und dabei auch Zusatzkosten in Kauf genommen, erklärte Conradi. Jetzt sehe sie sich in ihrer Erwartung, ökologisch unterwegs zu sein, enttäuscht. „Die Weiternutzung eines nicht schadstoffarmen Kraftfahrzeugs ist der Klägerin unzumutbar“, betonte der Rechtsanwalt.

+++Stadt Wolfsburg stoppt Investitionen+++

Kurz nach dem Bekanntwerden der Abgas-Affäre hat die Stadt Wolfsburg eine Haushaltssperre verhängt. Jetzt legte Oberbürgermeister Klaus Mohrs laut der „Wolfsburger Allgemeinen“ eine Streichliste vor. Demnach werden eigentlich bereits beschlossene Maßnahmen für über 17 Millionen Euro gestoppt. Grund für das Sparprogramm ist der befürchtete Einbruch der Gewerbesteuer infolge der VW-Krise.


+++Volkswagen will erst in den nächsten Tagen Details zu Rückruf nennen+++

Volkswagen will in den nächsten Tagen Einzelheiten zur Umrüstung der manipulierten Diesel-Motoren nennen. Der Autobauer habe dem Kraftfahrtbundesamt seine Pläne vorgelegt und werde nach der Zustimmung der Behörde informieren, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch. Das werde bald geschehen. Offen ist bislang unter anderem, bei welchen Modellen ein Software-Update genügt und bei welchen tiefgreifendere Eingriffe nötig sind. Vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Diese Zulieferer sind besonders abhängig von Volkswagen
ThyssenKrupp Quelle: dpa
LEoni Quelle: dpa
Rheinmetall Quelle: dpa
ZF Friedrichshafen Quelle: dpa
Continental Quelle: dpa
US-Zulieferer Delphi Automotive Quelle: dpa Picture-Alliance
Elring-Klinger Quelle: dpa

+++Gericht bestellt VW-Finanzchef Pötsch zum neuen Aufsichtsrat+++

Der Wahl des bisherigen VW-Finanzchefs Hans Dieter Pötsch an die Spitze des Aufsichtsrates steht nichts mehr im Wege. Das Amtsgericht Braunschweig ernannte Pötsch am Mittwoch auf Antrag des VW-Präsidiums zum Mitglied des Kontrollgremiums, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Ernennung gelte zunächst befristet bis zur nächsten Hauptversammlung von Volkswagen. Dort soll dann – wie bereits von Aktionärsvertretern verlangt – die offizielle Wahl Pötschs durch die stimmberechtigten Anteilseigner nachgeholt werden. Ein Bote von VW sollte den Beschluss des Gerichtes noch am Vormittag nach Wolfsburg bringen. Dort kann der 20-köpfige Aufsichtsrat Pötsch dann zu seinem neuen Vorsitzenden wählen.

+++Präsidium tritt zusammen+++

In der Wolfsburger VW-Zentrale ist am Mittwochmorgen erneut das Präsidium des Aufsichtsrates zu einer weiteren Krisensitzung zur weltweiten Abgas-Affäre zusammengekommen. Das Treffen des fünfköpfigen Gremiums wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kurzfristig den anschließend startenden Beratungen des gesamten Aufsichtsrates vorgeschaltet.

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