WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

VW Abgas-Skandal +++Dobrindt: Maßnahmeplan fristgerecht eingetroffen+++

Seite 3/3

Rückruf startet wohl erst 2016

+++Müller-Aussagen schieben Volkswagen an+++
Positiv gewertete Aussagen des neuen Konzernchefs Matthias Müller haben Volkswagen am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Aktien des Autobauers setzten sich mit einem Kursplus von 4,9 Prozent an die Spitze des Dax und übersprangen dabei wieder die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro.

Müller habe einen Zeitplan für den Fahrzeug-Rückruf genannt, sagte Marktanalyst Heino Ruland vom Brokerhaus ICF. Für Erleichterung sorge außerdem, dass "Dieselgate" offenbar nicht zu einem Nachfrage-Einbruch geführt habe.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

+++VW-Rückruf startet wohl erst 2016+++

Bei der Nachbesserung der vom Abgas-Skandal betroffenen Dieselfahrzeuge müssen Volkswagen-Kunden Geduld haben: Die Rückrufaktion soll Anfang des kommenden Jahres beginnen und kann sich lange Zeit hinziehen. „Bis Ende 2016 sollen dann alle Autos in Ordnung sein“, sagte VW-Chef Matthias Müller der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe). VW müsse die jeweilige Lösung auf jedes Modell abstimmen und die notwendigen Teile bestellen. Sorgfalt gehe vor Geschwindigkeit. „Wenn alles läuft wie geplant, können wir im Januar den Rückruf starten.“

Es gehe um den Motor EA 189 in Kombination mit verschiedenen Getrieben und diversen länderspezifischen Auslegungen. „Wir brauchen also nicht drei Lösungen, sondern Tausende.“ Für die meisten Motoren genüge ein Update der Software in der lokalen Werkstatt. Manche Fahrzeuge aber könnten neue Injektoren und Katalysatoren brauchen. Müller sagte, VW habe in dieser Woche dem Kraftfahrtbundesamt technische Lösungen vorgestellt.

+++Personalie Pötsch steht auf der Agenda+++

Auf der Agenda steht dabei auch die nicht unumstrittene Personalie Hans Dieter Pötsch. Der bisherige VW-Finanzchef soll nach dem Willen des Präsidiums Chef des Aufsichtsrates werden. Kritiker, wie die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), sehen in seiner Person den falschen Kandidaten zur Aufarbeitung der Abgas-Krise, da nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei, dass er keine persönliche Verantwortung für Verfehlungen in der Affäre trage.

Dennoch wird in Aufsichtsratskreisen davon ausgegangen, dass es nur eine Formalie ist, dass der gesamte Aufsichtsrat dem Präsidiumsbeschluss für Pötsch zustimmt. Anschließend soll Pötsch vom Amtsgericht Braunschweig für das Kontrollgremium benannt werden.

Auf einer Betriebsversammlung am Dienstag hatte VW-Chef Müller die Beschäftigten auf schwere Zeiten eingestimmt. Milliardenschäden durch den Abgas-Skandal drohen demnach zentrale Investitionspläne bei Volkswagen zu kippen. „Unser Ergebnis und die bisherige Finanzplanung kommen massiv unter Druck“, sagte Müller. VW drohen Milliardenschäden.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%