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VW-Abgas-Skandal +++Volkswagen drohen 2015 Verluste+++

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Umweltbehörde rechnet bald mit neuer Software

+++DIW-Chef Fratzscher - Steuerzahler müssen VW-Kosten mittragen+++

Ein Teil der erwarteten milliardenschweren Kosten des Abgas-Skandals für Volkswagen werden nach den Worten von DIW-Präsident Marcel Fratzscher beim Steuerzahler hängen bleiben. "Der deutsche Staat, und damit der Steuerzahler, haben bereits finanzielle Verluste erlitten und werden sich an den Kosten beteiligen müssen", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. "Denn dem deutschen Staat gehören 20 Prozent des Volkswagen-Konzerns. Damit ist der Staat verpflichtet, finanzielle Leistungen zu erbringen."


+++US-Umweltbehörde rechnet bald mit neuer Volkswagen-Diesel-Software +++

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    Volkswagen wird nach Worten der US-Umweltbehörde EPA in der kommenden Woche in der Abgasaffäre den zuständigen Behörden in den USA und Kalifornien eine neue Software vorstellen. Es handele sich um einen ersten Versuch, die Abschalteinrichtung ("defeat device"), die in den VW Passat zwischen 2012 und 2014 eingebaut wurde, zu korrigieren, teilte die EPA am Donnerstag mit. Bevor der neue Algorithmus angewendet werden darf, müssen ihn die Behörden genehmigen. Volkswagen hatte mit dieser verbotenen Einrichtung die Abgaswerte manipuliert.

    +++US-Staat Texas reicht Klage gegen VW ein+++

    Der US-Staat Texas hat Autobauer Volkswagen im Zuge des Abgasskandals wegen Verstößen gegen die Gesetze zum Verbraucherschutz und die Vorgaben zur Reinhaltung der Luft verklagt. Generalstaatsanwalt Ken Paxton erklärte am Donnerstag in Austin, der Bundesstaat bemühe sich um Entschädigung für die Verbraucher sowie eine einstweilige Verfügung und Bußgelder, um künftige Verstöße zu verhindern. „Wenn Unternehmen absichtlich das Vertrauen des Volkes verletzen, muss eine Strafe gezahlt werden“, teilte Paxton mit. Er selbst war Ende Juli von einer Grand Jury wegen Wertpapierbetrugs angeklagt worden.

    +++Neues Vorstandsressort soll bei VW Rechtsverstöße verhindern+++

    Im Zuge des Abgasskandals will Volkswagen nach Medieninformationen ein neues Vorstandsressort für Recht schaffen, das Gesetzesverstöße künftig verhindern soll. Das sei „der nächste logische Schritt“, heiße es in Kreisen des Unternehmens, berichtete der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. Gespräche mit möglichen Kandidaten für dieses Amt würden bereits geführt. Insider rechneten damit, dass der neue Posten bereits in den nächsten zwei bis drei Wochen besetzt werden könnte.

    +++Merkel: In VW-Affäre nicht ganze Branche an den Pranger stellen+++

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der Affäre um Manipulationen bei Volkswagen vor die Auto-Branche gestellt: "Wer versucht, angesichts dieses Fehlverhaltens in einem Bereich gleich die ganze Automobilindustrie an den Pranger zu stellen, der wird es mit der CDU zu tun bekommen", sagte die Parteivorsitzende am Donnerstagabend auf einer CDU-Veranstaltung in Wuppertal.

    Die Vorgänge bei VW seien "nicht in Ordnung" und müssten auf schnellstem Weg aufgearbeitet und transparent gemacht werden. Aber ein Generalverdacht gegen eine ganze Branche seien nicht angebracht. "Es hängen viele, viele Arbeitsplätze in Deutschland von der Automobilindustrie ab. Es kann nur in unser aller Interesse sein, dass die Sache in Ordnung gebracht wird", mahnte Merkel. Sie wolle, dass die in der Industrie arbeitenden Menschen ihren Arbeitsplätze behalten. "Das will ich jedenfalls."

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