VW-Abgasskandal Volkswagen hält an Investition in Südafrika fest

Trotz des Abgasskandals will Volkswagen wie geplant rund 4,5 Milliarden Rand in den Ausbau des südafrikanischen Werks in Uitenhage investieren. Dort läuft der VW Polo vom Band.

Ein Mitarbeiter montiert einen Volkswagen Golf Typ I im südafrikanischen VW-Werk Uitenhage. Quelle: dpa

Die Beschäftigten im südafrikanischen VW-Werk in Uitenhage können aufatmen: Der geplante Ausbau des Werks sei vom aktuellen Emissions-Skandal nicht betroffen, sagte ein Sprecher von VW Südafrika gegenüber der WirtschaftsWoche. Die Spekulationen, der Skandal könnte auch Jobs bei VW in Südafrika gefährden, sind damit vorerst beendet.

Erst Ende August hatte der Konzern erklärt, rund 4,5 Milliarden Rand (288 Millionen Euro) in das Werk bei Port Elizabeth investieren zu wollen. Damit soll die Produktion erweitert werden. Bisher laufen in Uitenhage jährlich rund 100.000 VW Polo vom Band, 2015 sollen es sogar 115.000 Autos sein.

Dabei kauften die Südafrikaner im vergangenen Jahr etwas weniger VWs als 2013, die Verkäufe sanken um 3,6 Prozent. Auch in diesem Jahr dürfte die Nachfrage nach Neuwagen in Südafrika sinken. Das Land leidet unter Chinas Wachstumsschwäche, dem schwachen Rand und hohen Inflationsraten. Im zweiten Quartal schrumpfte die Wirtschaft um 1,3 Prozent.

Die Nachfrageschwäche werde laut VW aber durch die Exporte mehr als kompensiert. Polos aus Uitenhage werden nicht nur in Südafrika verkauft. Mehr als jedes zweite hier gefertigte Fahrzeug wird in andere Linksverkehr-Länder wie Japan, Australien oder Großbritannien exportiert.

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Neben dem Polo werden in Uitenhage auch Motoren zusammen gebaut, allerdings nicht der von den Manipulationen betroffene EA 189.

Unterdessen hat am Freitag auch die südafrikanische Regierung angekündigt, den Abgasskandal untersuchen zu wollen. Die Behörden wollen prüfen, ob auch in Südafrika verkaufte Autos von den Manipulationen betroffen sind.

VW gehört neben Toyota zu den beliebtesten Automarken in Südafrika.

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