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VW-Aufsichtsrat Am Freitag geht es um die Zukunft von Volkswagen

Der Aufsichtsrat von Volkswagen beschäftigt sich am Freitag mit den Plänen über die Zukunft des Konzerns. Beschlüsse sollen dann aber noch nicht gefasst werden, es gehe darum zu beraten.

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Wo VW überall zur Kasse gebeten wird
Italien will bis zu fünf Millionen EuroVW muss in Italien wegen des Abgasskandals um Dieselfahrzeuge bis zu fünf Millionen Euro Strafe zahlen. Es gehe um Verkäufe von Autos auf dem italienischen Markt ab 2009, bei denen die Zulassung durch Softwaremanipulationen erreicht worden war, teilte die italienische Wettbewerbsbehörde mit. Es habe einen schweren Verstoß gegen die professionelle Sorgfalt gegeben und Kunden hätten mit den realen Daten womöglich eine andere Kaufentscheidung getroffen. Laut früheren Meldungen sind in Italien knapp 650.000 Volkswagen von dem Skandal betroffen. Quelle: dpa
Bayern will bis zu 700.000 Euro Quelle: dpa
Entschädigungen für Aktionäre und Anleger: 1 bis 8 Milliarden Euro Quelle: dpa
Kundenentschädigungen von bis zu 10 Milliarden Euro Quelle: dpa
Rückrufe und Entschädigungen in Europa und dem Rest der Welt: bis zu 4,5 Milliarden Euro Quelle: dpa
Rückrufe und Nachrüstung in Europa Quelle: dpa
Mögliche Wertminderung von VW-Fahrzeugen: 0,5 Milliarden EuroIst ein VW-Diesel-Fahrzeug nach der Umrüstung noch genauso viel wert wie vorher und erzielt es als Gebrauchtwagen denselben Preis wie vor dem Skandal? Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt, doch das Risiko, dass die VW-Fahrzeuge im Wert fallen, ist gegeben. Die VW-Tochter Financial Services, die für 1,2 Millionen Leasing-Fahrzeuge zuständig ist, hat vorsorglich die Rücklagen für mögliche Wertverluste nach oben korrigiert. Quelle: dpa

Der Aufsichtsrat von Volkswagen befasst sich am Freitag mit den Plänen für den Konzernumbau. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bestätigte im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten den Termin, nannte aber keine Details. "Bekanntlich ist es so, dass derzeit die Verhandlungen zwischen dem Vorstand und dem Betriebsrat über einen Zukunftspakt laufen." Diese Gespräche seien nicht abgeschlossen. Beschlüsse sollen bei der außerordentlichen Sitzung des Kontrollrats noch nicht gefasst werden, wie Insider berichten. Ähnlich äußerte sich Weil, der Mitglied des Gremiums ist: "Von dieser nächsten Sitzung des Aufsichtsrats sollte man nicht zu viel erwarten." Niedersachsen ist mit 20 Prozent zweitgrößter VW-Eigner.

Management und Betriebsrat verhandeln seit Monaten über die Zukunft des vom Abgasskandal gebeutelten Wolfsburger Konzerns. VW-Markenchef Herbert Diess strebt laut Verhandlungskreisen zusätzliche Kostensenkungen um 3,7 Milliarden Euro im Jahr bis 2021 an. Betriebsratschef Bernd Osterloh will sich darauf ohne feste Zusagen für Produkte und Beschäftigungsgarantien für jeden Standort nicht einlassen. Die Zeit drängt, da der Aufsichtsrat am 18. November den neuen Fünfjahresplan mit den Budgets für alle Konzernmarken beschließen soll. Die Aufsichtsratsitzung an diesem Freitag dürfte zur Vorbereitung des Treffens zwei Wochen später dienen, auf dem die Weichen für den Umbau von Europas größtem Autobauer endgültig gestellt werden sollen.

Dem "Handelsblatt" zufolge sollen konzernweit rund acht Milliarden Euro eingespart werden. Vor allem Audi und Porsche müssten ihre Ausgaben reduzieren, berichtete die Zeitung. Schon seit längerem steht die Kernmarke VW mit ihren 200.000 Beschäftigten in fast 30 Werken weltweit in der Kritik des Kapitalmarkts, weil sie nur wenig Gewinn abwirft. Der Druck zur Kostensenkung steigt mit den Milliardenlasten aus dem Dieselabgasskandal sowie massiven Investitionen in Elektroautos und neue digitale Dienste. Die beschleunigte Umstellung auf batteriebetriebene Fahrzeuge führt zu einem Umbau der Produktion, die derzeit noch fast völlig auf die viel arbeitsintensiveren Verbrennungsmotoren ausgerichtet ist.

Wie Autoriesen auf Elektrowagen setzen
Unter Strom Quelle: dpa
GM (Opel) – Die Rückkehr des Ampera Quelle: obs
Ford – Noch einmal mit Gefühl Quelle: dapd
Toyota – der skeptische Weltmarktriese Quelle: AP
PSA (Peugeot und Citroen) – Franzosen mit Nachholbedarf Quelle: dpa
Hyundai-Kia – Elektrooffensive aus Korea Quelle: REUTERS
Geely (Volvo) – Schwedischer Herzschlag Quelle: REUTERS

Bereits bei der Vorstellung der neuen Strategie 2025 im Juni hatten Schätzungen über Einsparungen von rund acht Milliarden Euro die Runde gemacht. Demnach will das Management eine Summe in dieser Größenordnung jährlich durch die Straffung der Abläufe sowie Kostensenkungen lockermachen.

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