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VW-Beherrschungsvertrag Piëch rechnet mit Klagen wegen MAN

Mit der Unterwerfung von MAN unter die Konzernmutter VW endet die Selbstständigkeit des früheren Dax-Konzerns. Nicht alle Aktionäre wollen sich damit abfinden - VW-Patriarch Piëch stellt sich auf Klagen ein.

Ferdinand Piech Quelle: dpa

Der Lastwagenbauer MAN verabschiedet sich in schwierigen Zeiten nach 255 Jahren aus der Selbstständigkeit. Der traditionsreiche Konzern hat wie die Konkurrenz heftig mit der Krise auf den europäischen Nutzfahrzeugmärkten zu kämpfen.

Auch die Maschinenbausparte der VW-Tochter etwa bekommt die Flaute in der Frachtschifffahrt in ihrem Dieselmotorengeschäft zu spüren. Doch das Geschäft interessierte auf der Hauptversammlung am Donnerstag kaum.

Denn mit der Bestätigung des mit VW geschlossenen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrags verliert MAN seine Eigenständigkeit und unterstellt sich Volkswagen komplett. Im Gegenzug sind die Wolfsburger verpflichtet, den übrigen Aktionären eine Abfindung für jede Aktie anzubieten - deren Höhe von Gutachtern festgestellt wurde.

Aufsichtsrat stellt sich auf Klagen ein

Vielen Aktionären ist die zu niedrig. Ohne Widerstand wird die Sache nicht abgehen, Aktionärsanwälte deuteten rechtliche Schritte an.

MAN- und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch stellt sich schon mal auf einen juristischen Streit ein. „Wir werden uns noch länger vor Gericht sehen“, sagte der 76-Jährige in Richtung der Aktionäre, die Dutzende Fragen gestellt hatten. Später kritisierten sie, Antworten als falsch oder unvollständig - ein Schritt der eine Anfechtungsklage gegen die Hauptversammlung möglichen machen könnte. Erst nach einer mehr als zehnstündigen Marathonsitzung konnte die Abstimmung schließlich über die Bühne gebracht werden.

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