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VW-Tochter MAN bleibt in den roten Zahlen

Die schwache Weltwirtschaft und Sondereffekte belasten die Bilanz des Münchner Lastwagen- und Maschinenbauers MAN. Vor allem Rückstellungen für ein Karibik-Projekt lassen den Gewinn zusammenschrumpfen.

MAN überrascht und fährt einen hohen Verlust ein. Quelle: dpa


Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN hat im zweiten Quartal einen überraschend hohen Verlust eingefahren. Das Ergebnis nach Steuern lag 41 Millionen Euro im Minus, wie die VW -Tochter am Dienstag in München mitteilte. Das ist zwar deutlich weniger als die 88 Millionen Euro Fehlbetrag vor Jahresfrist, aber deutlich schlechter als die gut sechs Millionen Euro Nettoverlust, die Analysten erwartet hatten.

Übers gesamte erste Halbjahr summierte sich der Verlust nach Steuern auf 378 Millionen Euro. Sowohl im Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge als auch bei Dieselmotoren und Turbomaschinen mache sich bemerkbar, dass es keine nennenswerte Erholung der Weltwirtschaft gebe. Die Kunden schöben Investitionen auf oder nähmen dafür weniger Geld in die Hand.

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Der Auftragseingang ging in den ersten sechs Monaten um sieben Prozent auf 7,739 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz gab um zwei Prozent auf 7,539 Milliarden Euro nach. Das operative Ergebnis lag mit zehn Millionen Euro im Minus. Die Umsatzrendite betrug minus 0,1 Prozent.

Hauptgrund war ein hoher Verlust im Geschäftsfeld Power Engineering; die Sparte hatte die Risikovorsorge für Kraftwerksprojekte in der Karibik und Korsika zuletzt verdoppelt. Der MAN-Konzern kippte deshalb seine Prognose. Jetzt kündigte das Unternehmen an, 2013 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein sehr deutlich verringertes operatives Ergebnis zu erzielen.

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