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Wellness-Offensive von PSA Jetzt werden die Autos zu Wohlfühloasen

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Was der Spa-Spaß kosten soll


Mango-, Vanille-, Zimt oder Zeder? PSA forscht an Düften und Aromen, die für Entspannung oder mehr Konzentration sorgen sollen. Quelle: Presse

Die chinesischen Kunden benötigen nicht nur andere Düfte, sondern auch echte High-Tech-Luftfilter. Die Luftverschmutzung in den asiatischen Metropolen ist so hoch, dass PSA für die Fahrzeuge im C- und D-Segment ab 2016 Filter mit Aktiv-Kohle-Filter ausrüstet. Später sollen auch die darunterliegenden Segmente den Premium-Filter erhalten.

In punkto Duft will man vorerst drei unterschiedliche Programme anbieten. Die dazu nötigen Kartuschen soll der Fahrer selbst austauschen können. Kosten? "Die eines guten Parfums", laviert Boudard herum. Beim Thema Preise bleibt auch Entwicklungschef Finot vage. Was kosten Massage-Ausstattung, Licht- und Soundkonzept sowie Beduftung? Das müsse man noch sehen, meint Finot. Nahezu sicher ist, dass die Feel-Good-Ausstattung erst in den oberen Fahrzeugsegmenten wie der Citroen DS-Linie oder dem neuen Peugeot 608, der 2017 auf den Markt kommen soll und dann nach und nach in Mittel- und Kleinwagensegment diffundiert.

"Feel-Good" keine rein französische Erfindung

Dann wird sich auch entscheiden, ob sich mehr Geschäftsleute, Senioren oder Familien für Massage, Duft- und Soundkonzept interessiert. Beim letztgenannten setzt PSA auf ein 3-D-Surround-System. Vorteil: Wer nach rechts blinkt, bekommt den Klang des Blinkers aus der rechten Fahrzeughälfte eingespielt, nach links von links. Wirklich neu sind solche Systeme nicht. Audi etwa hat bereits ein System entwickelt, das Autobahngeräusche mit Gegenschall neutralisiert - soweit ist man in Frankreich noch nicht. Auch Massagesitze sind prinzipiell nichts Neues - Audi, Mercedes und Opel haben sie längst im Programm. Doch so allumfassend und konsequent wie PSA geht derzeit kein Hersteller das Thema "Auto-Oase" an.

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Wesentlich simpler aber dafür um so praktischer ist der Ansatz der Franzosen übrigens beim neuen SUV-Crossover Citroen Cactus. Der kommt mit einem extrem aufgeräumten Armaturenbrett daher, hat vorne eine durchgehende bequeme Sitzbank, die an die amerikanischen Wagen der 50er Jahre erinnert, viele große Ablageflächen und Stauräume und ein Panoramadach. Die Verarbeitung könnte hier und da besser sein. Doch der Cactus ist zweifelsohne ein attraktives Auto, das auch außerhalb Frankreichs seine Fans finden wird. Dafür sorgen die klare Linienführung beim Design, die optisch witzigen wie gleichzeitig praktischen Airbumps an den Seitenflächen, die vor Kratzern schützen sollen. Aber vor allem dürfte der Blick aufs Preisschild für enorme Entspannung beim Kunden sorgen: Ab 13.500 Euro ist der Cactus zu haben. Wenn das den Kontoinhaber nicht maximal entschleunigt, was dann?

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