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Werke sollen schnell eröffnen VW drückt in China mächtig aufs Tempo

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VW entspricht Chinas "Go West"-Strategie

Die Evolution des VW Golf
Er läuft und läuft und läuft. 29 Millionen Golfs hat Volkswagen inzwischen verkauft. Rekordverdächtige 1.150.000 Kilometer fuhr Hans-Dieter Gehlen seinen ersten VW Golf. Anlässlich seines 60. Geburtstages versteigerte der Duisburger Autoliebhaber das Fahrzeug 2003 bei Ebay. Wie viele Kilometer seither dazukamen ist nicht überliefert. Quelle: dpa/dpaweb
Begonnen hat alles im Frühjahr 1974. Von da an wurde der Golf I bis zum Sommer 1983 über 6,2 Millionen Mal hergestellt. Er brachte frischen Wind in das VW-Modellprogramm. Das Modell war der Nachfolger des VW Käfers, allerdings wurde letzterer weiterhin verkauft. Die typische Schrägheck-Karosserie hat der italienische Designer Giorgio Giugiaro entworfen, sie prägte auch alle Nachfolgemodelle... Quelle: Presse
1983 kam die zweite Version des Golf auf den Markt. Ein von Grund auf neu konstruiertes Auto. Der längere Radstand und die bauchigere Figur sorgten für deutlich mehr Platz im Innenraum. Ab 1986 war der Golf erstmals mit Allradantrieb zu kaufen. Mit über 6,3 Millionen Exemplaren wurden etwas mehr Fahrzeuge verkauft, als vom Vorgänger. Quelle: Presse
Der Golf III schreibt die Erfolgsgeschichte ab 1991 weiter. Die auffälligste Änderung waren die ovalen Scheinwerfer und die bündig verklebten Scheiben, die die Aerodynamik deutlich verbesserten. 4,8 Millionen Einheiten werden produziert. Der Golf II wird seit 1992 nicht mehr gebaut. Quelle: Presse
Ein großer Erfolg des Golf IV war die erheblich verbesserte Haptik und Optik, vor allem im Innenraum: Armaturentafel, Polsterstoffe, Lenkrad und Schalter zeigten eine in der Kompaktklasse bisher unbekannte Qualität. Quelle: Presse
Einen Dämpfer für das Erfolgsmodell gab es erstmals 2003: Der Golf V erfüllte bei seinem Start zunächst nicht die Erwartungen von VW, die Nachfrage war gering, und die heute nicht mehr wegzudenkende Klimaanlage wurde extra berechnet. Allerdings überzeugte er technisch wie qualitativ von Anfang an. 2005 folgte die alte GTI-Tradition, der neue Golf V GTI wurde vorgestellt. Quelle: Presse
Der VW Golf R32 wird auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2005 vorgestellt. Der 250-PS-Wagen gilt als stärkster Golf aller Zeiten. Quelle: AP

Das vierte Fahrzeugwerk wird in Changsha entstehen und laut der Wachstumsstrategie erst 2015 an den Start gehen. Zusätzlich sollen die Komponentenwerke in Foshan und Changchun auch schon dieses Jahr eröffnet werden, der Standort Tianjin folgt nächstes Jahr. Während erstere Achsen und Motoren bauen werden, fertigt Tianjin Getriebe.

Die kommunistische Führung in China lässt ausländische Investoren aus Schlüsselbranchen wie der Autoindustrie nur mit inländischen Partnern agieren - in Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Damit soll verhindert werden, dass die ausländischen Marken den Markt alleine dominieren.

So will VW seine Töchter im neuen System auf Linie bringen

VW kam dem Wunsch der chinesischen Regierung entgegen, sich stärker im Westen zu engagieren, in dem auch ein neues Werk in Ürümqi in der fernen nordwestlichen Region Xinjiang gebaut wird. Das von der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnte Xinjiang gilt seit langem als Unruhegebiet. Erst im Juni gab es wieder blutige Zwischenfälle. Die chinesische Regierung wirft uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorakte vor. Das Turkvolk fühlt sich durch die chinesische Fremdherrschaft politisch, religiös und auch wirtschaftlich unterdrückt. Volkswagen will die Uiguren in die Belegschaft des neuen Werkes integrieren. Es gebe die klare Strategie, Minderheiten „entsprechend der Anteile in der Bevölkerung auch bei uns zu beschäftigen“, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann.

Auto



Nach der Machtübernahme 1949 in Peking hatten sich die Kommunisten das frühere Ostturkestan einverleibt und später als Xinjiang zur autonomen Region der Volksrepublik gemacht. Die chinesische Regierung versucht schon seit den 1990er Jahren mit einer „Go West“-Strategie, die ärmeren und rückständigen Gebiete im Westen zu entwickeln.

Ausländische Investoren konnten anfangs nur langsam dazu bewegt werden, in den Westen zu investieren. Seit der Wohlstandsgürtel an der Küste aber zunehmend gesättigt scheint und dort auch die Löhne steigen, suchen Autobauer und andere Unternehmen im Westen neue Produktionsstandorte und Märkte - insbesondere in den sogenannten Millionenstädten der „zweiten Ebene“. Die Volkswagenwerke in Chengdu im Südwesten und Changsha in Mittelchina sind dafür Beispiele.

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