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Werner knallhart

Endlich! DriveNow-Buchungen werden kundenfreundlich

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Digitales Umstyling

Nach einer ordentlichen Portion verstrichener Lebenszeit geht es dann plötzlich los: Man darf die PIN eingeben. Und dann los? Neeeeinnn! Erst noch ein paar Fragen zum Zustand des Autos (Schmutz, neue Schäden) und zu buchbaren Minutenpaketen. Wer dann auch noch das Navi nutzen möchte und sich dabei im System des Bordcomputers verzettelt, versinkt schnell im parallel aufgespielten BMW- oder Mini-Computersystem. Diese zwei Welten: DriveNow und BWM/Mini machen sich gegenseitig fertig und dem Kunden Panik-Attacken: „Ich muss los aber ich will hier raus!!!!“

Aber all das soll ab heute vorbei sein. Ab heute gibt es das „digitale Umstyling“, wie DriveNow es selber nennt.

Nico Gabriel ist Geschäftsführer bei DriveNow und sagt: „Alle wichtigen Funktionen für den Mietvorgang sind jetzt in der App integriert. Das macht den Prozess wesentlich schneller und für Kunden deutlich komfortabler.“

Das Smartphone kann es offenbar besser als die Hardware im Auto. Das Gute: Schon ab einer Entfernung von 150 Metern soll sich das Auto binnen Sekunden öffnen lassen. Binnen Sekunden! Binnen wie vieler Sekunden eigentlich? Sagen sie nicht. Aber es lässt hoffen. Und die Fragen zu Minuten-Paketen und zu neuen Schäden werden nun über die App erledigt.

In diesen Großstädten ist Taxifahren am teuersten
Hannover Quelle: dpa
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Essen Quelle: DPA/Picture-Alliance

Einzig die PIN muss noch im Fahrzeug eigegeben werden (was Car2Go wie gesagt auch über die App erledigt). Und das ist der große, große Knackpunkt. Denn bislang konnte die PIN bei BMW und Mini ja erst eingegeben werden, wenn der dösige Bordcomputer sich endlich bequemte.

Wenn dies weiter so lange dauert, dann gute Nacht. Dann wäre nicht viel gewonnen. Aber als Nicht-Informatiker wage ich die These: Der entschlackte Buchungsprozess könnte auch den Bordcomputer beschleunigen. Vielleicht überwindet DriveNow im Zuge dieses „digitalen Umstylings“ ja auch die lähmende Feindschaft der zwei Bord-Systeme.

Ab wann sich ein eigenes Auto lohnt - ein Vergleich

Ab sofort kann es jeder ausprobieren. Und wenn das gut läuft, dann hat wiederum Car2Go ein Problem: Einfach schnell losfahren, das kann man dann auch mit dem Konkurrenten. DriveNow hat die App schon direkt so angelegt, dass sie jederzeit um neue Features erweitert werden kann. Eine neue Funktion gibt es schon seit einigen Monaten. „Handshake“ heißt die. Beim Losfahren gibt man sein Ziel ein und wenn man Glück hat, übernimmt ein anderer Kunde das Auto direkt bei der Ankunft. Die frustrierende Parkplatzsuche fällt weg und sogar Autos, die noch unterwegs sind, lassen sich vom nächsten Kunden so schon buchen. Flott und effizient, das geht also auch bei DriveNow.

Sollten sich die Versprechungen von DriveNow im Alltagstest bewahrheiten, dann bleibt der Daimler-Tochter Car2Go als Alleinstellungsmerkmal nur noch der Wendekreis des Parklücken-Helden Smart. Da muss dann wieder was Neues kommen. Immer hin und her. Herrlich, wie die Konkurrenz zugunsten der Kunden das Geschäft belebt. Im positiven Sinne, meine ich jetzt. Gruß nach Wolfsburg. Was machen die eigentlich so?

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