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Wohnmobile Die Neuheiten auf dem Caravan Salon

Eine Fülle von Neuheiten bringt die Qual der Wahl unter der riesigen Anzahl an Grundrissen und Möbeldekoren. Es sind auch besondere Innovationen dabei, etwa der erste Wohnanhänger mit elektrischem Antrieb.

Da sage noch mal einer, die Caravaning-Branche sei nicht innovativ. Die zur Erwin-Hymer-Gruppe gehörende Traditionsmarke Dethleffs, die sich selbst als „Erfinder des Caravans“ bezeichnet, zeigt auf dem 57. Caravan-Salon in Düsseldorf (bis 2. September) ihren neuen Loft-Caravan Coco als revolutionäre e-Home-Studie: Das ist der erste Wohnanhänger mit eigenem Antrieb. Denn wie soll ein Elektroauto einen schweren Caravan ziehen, ohne dass ihm in Rekordzeit der Saft ausgeht? Die Antwort auf diese Frage gibt Dethleffs mit dem Coco, der selbst elektrisch angetrieben wird. Foto: Dethleffs
Der e-Coco ist mit Hochleistungsbatterien, zwei Elektromotoren an der Radnabe und einer elektronischen Steuereinheit ausgestattet. Das gemeinsam mit dem Antriebs- und Fahrwerks-Spezialisten ZF Friedrichshafen entwickelte, intelligente System unterstützt durch seinen eigenen Antrieb das Zugfahrzeug. Durch dieses „Mitfahren“ könnten beispielsweise schwere Wohnanhänger auch von kleineren Autos gezogen werden, oder mit dem Blick in die Zukunft auch Gespanne mit Elektro-Pkws noch praxisgerechte Reise-Reichweiten erreichen. Foto: Dethleffs
Dethleffs Wohnwagen Innovation Coco Quelle: Dethleffs Gmbh & Co.KG
Der Allgäuer Hersteller Dethleffs, Pionier des Caravan-Baus, hat den im Vorjahr noch als Studie gezeigten „Coco“ in nur einem Jahr in die Serie umgesetzt. Quelle: Dethleffs Gmbh & Co.KG
Dethleffs Coco Lounge Quelle: Dethleffs Gmbh & Co.KG
Dethleffs führt die neue Pulse-Baureihe (ab 66.000 Euro) mit „mehr Wohlfühlambiente“ ein
Nicht ganz so extrem, aber ebenfalls ungewöhnlich präsentiert sich der neue Adria Adora 673 PK. Die Slowenen, die im vergangenen Jahr von der Trigano-Gruppe übernommen wurden und den französischen Konzern damit noch vor der Erwin-Hymer-Gruppe zur neuen Nummer eins in Europa gemacht haben, wenden sich dabei gezielt an Familien, die mit ihren Teenager-Kindern in Urlaub fahren. Denn: Dieser Caravan hat zwei Türen und zwei getrennte Eingänge zum vorderen und hinteren Bereich des 6,75 Meter langen Aufbaus. Bild: Adria
Wenn die Teenies länger auf Rolle sind und die Eltern im vorderen Teil des Wohnwagens bereits in ihrem Doppelbett schlummern, kann der Nachwuchs durch die hintere Türe das Schlafgemach betreten, ohne Papa und Mama zu stören. Bis zu drei Personen können auf einer ausziehbaren Querbank (2,00 mal 1,40 Meter) und einem Einzel-Stockbett im Heck nächtigen. Eine Schiebetür trennt die beiden Wohnbereiche des Zwei-Tonnen-Monoachsers voneinander ab. Das Adria-Doppelhaus am Haken wird zu einem Grundpreis von 28.699 Euro angeboten. Bild: Adria
Sieht irgendwie alt aus, ist aber neu: Citroen Typ H Wildcamp Quelle: Citroën
Innen erfreut der Wildcamp mit den modernen Wohnwelten von Pössl Quelle: Citroën
Caselani Automobili verwandelt das Wohnmobil mit Fiberglas-Verkleidungen optisch zum historischen Lieferwagen Typ H. Quelle: Citroën
Concept Sprinter F-Cell: Mercedes kann sich die Brennstoffzelle auch bei Reisemobilen vorstellen Quelle: Daimler
Die H2-Technik kommt bald im Pkw Mercedes GLC zum Einsatz Quelle: Daimler
Das „Concept Marco Polo“ Quelle: Daimler
 Der Marco Polo soll mit Vernetzung punkten Quelle: Daimler
Ein optisches Highlight setzt der Niesmann Smove
Den Rifter gibt es künftig auch mit Allradantrieb Quelle: Peugeot
Jetzt bringen die Franzosen gemeinsam mit dem Braunschweiger Hersteller Orange Camp einen neuen Teilintegrierten an den Start Quelle: Peugeot
Mit gleich zwei expressiv gestalteten Konzeptfahrzeugen präsentiert sich der Wohnmobil-Spezialist Knaus-Tabbert auf dem Caravan-Salon. Es handelt sich um Kastenwagen-Umbauten der Marken Weinsberg und Knaus, deren Außendesigns vor allem sportliche Talente suggerieren sollen. Foto: Knaus-Tabbert
Bei Knaus-Tabbert hören Caravans auf Kastenwagen-Basis mittlerweile auf das Kürzel CUV, was für Caravaning Utility Vehicle steht. Entsprechend wurde das Knaus-Konzept auf Basis des MAN TGE CUVision getauft. Hier sorgt vor allem das mit den LED-Scheinwerfern optisch korrespondierende Frontschürzendesign für eine muskulöse Optik. Darüber hinaus setzen bläuliche Akzente im Front- und Schwellerbereich das weitgehend anthrazitfarbene und auf 22-Zoll-Rädern stehende Wohnmobil sehenswert in Szene. Foto: Knaus-Tabbert
Bei den Teilintegrierten zählt neben Hymer- und Knaus-Modellen der Bürstner Ixeo T, der in vier Grundriss-Varianten ab 65.000 Euro angeboten wird, zu den wichtigsten Neuheiten. Foto: Bürstner
Eura Mobil platziert die neue Integra Line in der Mittelklasse
Eine ebenfalls modifizierte und kraftvoll wirkende Front zeichnet den CUVolution von Weinsberg auf Crafter-Basis aus. Ins Auge stechen markante Sportfelgen sowie eine Lackierung in Liquid-Metallic-Orange, von der sich diverse Carbon-Anbauteile kontrastreich abheben. Foto: Knaus-Tabbert
Auf dem Dach des Weinsberg CUVolution thront ein großer Flügel
Nun stellt VW mit dem Grand California quasi den großen Bruder des legendären Bullis vor, auf der Plattform des Nutzfahrzeugs Crafter. Quelle: VW Nutzfahrzeuge
Im Innenraum des VW Grand California finden Camping-Freunde alles, was das Herz begehrt Quelle: VW Nutzfahrzeuge
Dem auch hierzulande spürbaren Trend zu mehr Wintercamping will Bürstner mit dem 2,50 Meter breiten Averso-Nordic-Caravan gerecht werden, der in Skandinavien bereits erfolgreich eingeführt ist und jetzt auch hier in zwei Variationen zu haben sein wird: als 580 TS mit französischem Doppelbett für 27.390 Euro und als 700 TS ab 30.990 Euro. Bild: Bürstner
Eine starke Heizungsanlage mit zwei Gebläsen, ein Doppelboden unterm Bett und ein separater, beheizter Trocknungsschrank gehören ebenso zur Serienausstattung wie die breitere 70-cm-Eingangstür. Mit einem optionalen Winterpaket (circa 3000 Euro), das eine Warmwasser-Raum- und Fußbodenheizung und ein innen verlegtes Abwassersystem enthält, soll es auch bei kalten Außentemperaturen innen komfortabel und gemütlich zugehen. Bild: Bürstner
Vom Marktführer, der Hobby-Gruppe, die mit den Marken Hobby und Fendt zuletzt allein fast 43 Prozent der deutschen Caravan-Zulassungen abgedeckt hat, kommt nichts Revolutionäres und Innovatives, aber viel Feinschliff und eine Fülle von Detailverbesserungen. Was die Konstrukteure dennoch auf Trab hält, bei einer kapitalen Modellpalette von sechs Baureihen mit 56 Grundriss-Varianten. Zu den Verbesserungen, die sämtliche Hobby-Wohnwagen betreffen, zählen größere Fensterausschnitte, eine neue Midi-Hebe-Kipp-Dachhaube, fünf Zentimeter höhere Betten für einen bequemeren Einstieg und ein Update des Bordmanagement-Systems. Bild: Hobby
Die DeLuxe-Baureihe ist mit einigen Kinderzimmer-Grundrissen speziell auf Familien zugeschnitten. Mit dem 515 UHL (im Bild) erhält sie für knapp 22.000 Euro einen weiteren Grundriss mit einem Hubbett über der hinteren Rundsitzgruppe. Er unterscheidet sich vom 515 UHK, mit dem erstmals überhaupt die absenkbare Schlafkoje in einem Hobby-Caravan Einzug hielt, nur durch die vorn eingebauten Einzelbetten. Der Grundriss 540 FU mit dem Dusch-/Toilettenraum neben dem längs eingebauten Doppelbett im Heck ersetzt sowohl in der Excellent- als auch in der Prestige-Serie den 540 UFe, der das Schlafzimmer noch im Vorderwagen hatte. Und beim Prestige ist die Variante 720 WLC mit Einzelbetten und Heckbad bei 7,86 Meter Aufbaulänge und 2,50 Meter Breite jetzt das neue Topmodell, das mit einem Grundpreis von 30.690 Euro erstmals die 30.000er-Marke knackt. Insgesamt umfasst die auf besten mobilen Komfort ausgelegte Baureihe zwölf Modelle. Bild: Hobby
Fendt hat seinen Klassiker Diamant komplett überarbeitet.
Besonders innovativ in puncto Produktionstechnik präsentierte sich in den vergangenen Jahren die Marke Knaus mit ihrer revolutionären Glasfaserrahmen-Technologie. Von dem Ultraleichtbau profitierten bisher im Jahresabstand der kompakte Travelino und der Deseo, so dass sich die Jandelsbrunner bei den Caravans in diesem Jahr mit Produktaufwertungen begnügen. So ist der Klassiker Südwind (12 Grundrisse ab 19.190 Euro; im Bild) innen und außen neu gestaltet worden, wobei besonders die zentrale Versorgungseinheit hervorzuheben ist. Frischwassertank, Ablasshähne und Strom – alles vereint an einer Stelle, so wie man es von den Knaus-Reisemobilen schon kennt. Die Zurückhaltung in Bezug auf eine weitere Glasfaserrahmen-Baureihe lässt allerdings auch vermuten, dass an dem Gerücht, Knaus würde auf dem Caravan-Salon mit einer ersten Camping-Bus-Studie mit der neuen Technik überraschen, etwas dran ist. Bild: Knaus
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