Zulieferer Leoni verliert Spartenvorstand

Der Autozulieferer Leoni verliert ein Vorstandsmitglied. Zudem stellt der Konzern nach der Gewinnwarnung von vor wenigen Wochen eine neue Jahresprognose auf.

Der Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni muss sich einen neuen Chef für seine Bordnetzsparte suchen. Quelle: dpa

Der Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni muss sich einen neuen Chef für seine Bordnetzsparte suchen. Andreas Brand lege sein Amt im Vorstand nieder, teilten die Nürnberger am Montag mit. Bis zur Nachfolgeregelung übernehmen die beiden Vorstände Frank Hiller und Dieter Bellé seine Aufgaben.

Zugleich stellte Leoni nach der folgenreichen Gewinnwarnung von vor drei Wochen eine neue Jahresprognose auf. Demnach soll der Umsatz im laufenden Jahr mindestens 4,4 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn mehr als 130 Millionen Euro betragen, hieß es. Die Franken arbeiten weiter an einem Konzept, um ihre zuletzt schlingernde Bordnetzsparte wieder auf einen ertragreichen Wachstumskurs zu führen.

Mit seiner neuen Geschäftsprognose versprellte Leoni die Investoren erneut. Insbesondere die Einschätzung zum Betriebsergebnis missfiel den Anlegern. "Das sind enttäuschende Aussagen, der Markt hatte beim Ebit rund 160 Millionen Euro erwartet", sagte ein Händler. Die Aktien sackten am Montag um gut sechs Prozent ab.

Leoni hatte mit einer Gewinnwarnung Mitte Oktober einen Kursrutsch seiner Aktie ausgelöst. Analysten hatten bemängelt, dass das Traditionsunternehmen keine neuen Jahresziele benannt hatte, nachdem es die vorangegangene Ergebnisprognose gekippt hatte. Erst Mitte September hatte Leoni seine Ziele für 2016 wegen des Verkaufs der Hälfte an seinem chinesischen Bordnetz-Werk gesenkt.

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