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Zulieferer ZF nach dem Hochwasser „Werden Monate benötigen, um volle Kapazität des Werks wieder zu erreichen“

Quelle: dpa

Nach Begutachtung der Schäden im eigenen Werk in Bad Neuenahr-Ahrweiler rechnet Autozulieferer ZF Friedrichshafen mit monatelangen Ausfällen. Ganze Anlagen müssen neu aufgebaut werden.

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Das Werk des Autozulieferers ZF Friedrichshafen im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler ist nachhaltig vom Hochwasser zerstört. „Wir werden Monate benötigen, bis wir die volle Kapazität des Werks Ahrweiler wieder erreichen können“, sagte ZF gegenüber der WirtschaftsWoche. „Stand heute müssen alle Montageanlagen komplett wieder aufgebaut werden.“

Daher werde man über die nächsten Wochen „manuelle Montagen etablieren, die allerdings nur anteilig den Marktbedarf für semi-aktive Dämpferventile bedienen können“, sagte ein Sprecher der WirtschaftsWoche. Man sei mit „allen betroffenen Kunden in detaillierten Analysen, wie wir diese Phase überbrücken können, ohne die Produktion von Fahrzeugen einzuschränken“.

ZF produzierte im Werk bislang elektrische Dämpfungssysteme für Autos. Damit können etwa Schlaglöcher abgefedert werden. Das Produkt wird vor allem in Premiumautos eingesetzt. Das ZF-Werk in Bad Neuenahr-Ahrweiler gilt als Leitwerk für das Produkt, es gibt also kaum andere Möglichkeiten, die Dämpfer in der benötigten Stückzahl woanders zu produzieren.

Mehr zum Thema: Schon Corona hatte erhebliche Lücken im Bevölkerungsschutz offengelegt. Nun offenbaren die katastrophalen Überschwemmungen weitere eklatante Mängel, etwa bei der Warnung der Menschen. Sie zu beheben wird Millionen kosten und Jahre dauern.

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