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Autobauer Chana Zwang zu Fusionen

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Ford musste in der Krise nicht Quelle: AP

Chana hat eine bewegte Geschichte. In den Neunzigerjahren entwickelte sich der Konzern zum führenden Anbieter sogenannter Brotautos – kleine Lieferwagen in Form eines Brotlaibs, die in China äußerst populär sind. Unter den gut zwei Millionen Fahrzeugen, die Chana im vergangenen Jahr verkaufte, waren weit mehr als eine Million dieser Mini-Lieferwagen. Heute unterhält Chana Joint Ventures mit dem französischen Autokonzern PSA Peugeot und dem US-Riesen Ford. 2010 gelang es dem aufstrebenden Konzern, den Gewinn nach Steuern auf umgerechnet 180 Millionen Euro zu verdoppeln. Die großen Zuwächse brachten die eigenen Marken, deren Absatz allein im Februar um 31,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zulegte. Konkurrenten wie Chery oder BYD mussten dagegen Absatzrückgänge von zum Teil mehr als 20 Prozent verkraften.

Fusion für mehr Stärke

Die Regierung zwingt Chana nun zu Fusionen, um auf international wettbewerbsfähige Stückzahlen zu kommen. So musste das Unternehmen zwei Lieferwagenhersteller unter dem Dach des staatlichen Luftfahrtkonzerns Avic schlucken, der im Gegenzug 23 Prozent an Chana erhielt. Nun gilt es, teilweise veraltete Fabriken zu integrieren oder ihre Schließung gegen mächtige Lokalfürsten durchzusetzen.

Chana-Händler Rong ist sicher, bald wieder mehr Autos zu verkaufen. "Bisherige Käufer anderer chinesischer Marken", prophezeit er, "werden zu uns wechseln."

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