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Autobauer Daimler zofft sich mit Cerberus wegen Chrysler-Übernahme

Zwischen dem ehemaligen Chrysler-Eigentümer Daimler und dem Finanzinvestor Cerberus ist ein offener Streit ausgebrochen. Der Finanzinvestor verlangt im Zuge der Verkaufsverhandlungen für die noch bei Daimler liegende 19,9 Prozent der Chrysler-Aktien angeblich zusätzliche Milliarden von Daimler und wirft dem Konzern Managementfehler vor. Daimler spricht von „absurden Forderungen“.

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DaimlerChrysler Quelle: dpa

Wie Daimler heute Nachmittag in einer Pressemitteilung verlauten ließ, stellt der Finanzinvestor, der im vergangenen Jahr 80 Prozent an Chrysler erworben hatte, im Rahmen der Verhandlungen um die restlichen 19,9 Prozent, die noch bei Daimler liegen, eine Forderung in Milliardenhöhe. Die Forderungen sollen laut Daimler den Wert der Investitionen von Cerberus in Chrysler übersteigen. Cerberus hatte für  80,1 Prozent der Chrysler-Anteile 7,2 Milliarden Dollar investiert.  

Daimler erklärte in der Pressemitteilung: „Die neuen Forderungen beinhalten ebenfalls den Vorwurf einer nicht ordnungsgemäßen Geschäftsführung seitens Daimler im Zeitraum zwischen Vertragsunterzeichnung und Abschluss der Transaktion sowie den Vorwurf unvollständiger Informationen über das Geschäft.“

Cerberus schoss am Abend scharf zurück: Cerberus und Chrysler seien zu dem Schluss gekommen, dass Daimler absichtlich seine vertraglichen Verpflichtungen im Zuge der Chrysler-Transaktion gebrochen habe, ließ Cerberus in einer Pressemitteilung verlauten.

Offenbar stellt sich der Stuttgarter Autohersteller im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Investor sogar auf einen Rechtsstreit ein. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Cerberus versucht, seine Forderung vor Gericht durchzusetzen“, sagte ein Daimler-Sprecher der WirtschaftsWoche. „Gleichzeitig behalten auch wir uns im Interesse unsere Aktionäre vor, selbst rechtliche Schritte einzuleiten.“

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