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Autobauer Entscheidung über Opel-Verkauf - diesmal wirklich?

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Audi-Sanierer soll Opel leiten

Auch bei Magna wird Opel allmählich zur Chefsache: Wie die WirtschaftsWoche bereits am Wochenende berichtete, soll der Magna-Manager Herbert Demel „New Opel“ leiten. Bislang galt der jetzige Chef der GM-Europasparte, Carl-Peter Forster, als heißester Kandidat für den Opel-Chefposten. Nun mehren sich in mehreren Medienberichten die Hinweise, dass Forster sich nach einem anderen Job umsieht.

Sollte GM Opel wie geplant an Magna verkaufen und Magna wiederum Demel zum  „New Opel“-Chef machen, bekämen die Opelaner einen Chef, der sich einen Namen als harter Sanierer gemacht hat: Demel trimmte als Audi-Chef die Volkswagen-Tochter auf Rentabilität. Er galt längere Zeit als Anwärter für den Chefsessel bei VW, bevor Ferdinand Piech den selbstbewussten Manager fallen ließ. Danach ging Demel zu Fiat, wo er den Grundstein für die späteren Erfolge legte. Wirklich lange konnte er dort allerdings nicht wirken: Nach nur 15 Monaten überwarf sich Demel mit Konzernchef Sergio Marchionne.

Bei Magna gilt Demel, der dien Bereich Fahrzeugtechnik leitet, als wichtigste Personalreserve. Sollte er zu Opel wechseln, deutet das auf einen deutlich härteren Sanierungskurs als bisher verlautbart hin. Denn Demel gilt als Aufräumer, als einer, der anpackt. Experten kritisieren das bisherige Magna-Konzept, das den Abbau von rund 11.000 Arbeitsplätzen vorsieht, ohnedies als zu lasch.

GM-Sanierung im Alleingang wäre härteste Variante für Opelaner

Die härtesten Zeiten stehen den Opelanern aber ins Haus, wenn General Motors den Deal mit Magna tatsächlich noch in der letzten Minute platzen lassen sollte. Auch dafür gibt es ein paar Hinweise: Nach Angaben aus Regierungskreisen ist Opel eine „Hängepartie mit offenem Ausgang“, wie es ein Regierungsvertreter laut Medienberichten formulierte. In einem Schreiben soll GM Staatshilfen für den Fall eingefordert haben, dass der US-Autobauer Opel nun doch im eigenen Konzernverbund belassen will.

Durch den GM-Verwaltungsrat, verriet ein hochrangiger GM-Manager der Nachrichtenagentur dpa, gehe ein Riss: Die einen würden Opel gerne ganz behalten, die anderen stehen zum vereinbarten Teileverkauf.“ Für beide Varianten gebe es „gute Argumente“, meinte der Insider. Doch Experten meinen übereinstimmend, dass GM das nötige Kleingeld für eine Sanierung von Opel im Alleingang fehlt.

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