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Autobauer Magnas enge Bande zu Österreichs Politikern

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Karl-Heinz Grasser

Der ehemalige österreichische Quelle: REUTERS

Einer von Stronachs schillerndsten Managern war wohl der ehemalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Der 40-jährige Grasser stieg bereits 1992 in die Politik ein, wo er in wenigen Jahren zum Stellvertreter von Jörg Haider, dem im Vorjahr tödlich verunglückten Rechtsaußen-Politiker, aufstieg. Doch 1998 überwarf sich Grasser mit seinem Mentor und kehrte der Politik kurzfristig den Rücken.

Stronach holte ihn sofort an Bord und machte ihn zum Vizepräsidenten für Human Resources und Public Relations. Bereits im Jahr 1999 kehrte Grasser als FPÖ-Kandidat in die Politik zurück, im Jahr 2000 wurde er als Finanzminister angelobt.

Im Jahr 2002  entschied Grasser, für das österreichische Heer 24 Abfangjäger vom Typ Eurofighter anzuschaffen. Ein öffentlicher Aufschrei war die Folge – denn die Angebote der Konkurrenten waren deutlich billiger. Bald kam heraus, dass Grasser zum Eurofighter-Anbieter EADS auf Kosten seines alten Arbeitgebers Magna geflogen war. Magna galt bei dem Eurofighter-Deal als einer der Hauptprofiteure der umfangreichen Gegengeschäfte, die hier vereinbart wurden.

Der Eurofighter-Ankauf blieb ein jahrelanger öffentlicher Streitpunkt. In den letzten Jahren verringerten Österreichs Politiker die Bestellmenge auf 16, der Vertrag stand mehrfach auf der Kippe.

Auch Grassers Karriere verlief in den Jahren danach nicht ganz reibungslos: Im Jahr 2005 heiratete er die Kristall-Erbin Fiona Swarovski, Anfang 2007 trat Grasser als Finanzminister zurück. Danach versuchte er sich als Partner eines Energie-Investmentfonds, der aber rasch in die roten Zahlen geriet. Seither ist es ruhiger um den umtriebigen Grasser geworden.

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