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Autobauer Opel wird GM viele Milliarden mehr kosten

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Brüderle skeptisch gegenüber GM-Konzept

 Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hält es für ungewiss, ob GM rasch ein tragfähiges Konzept für Opel vorlegen kann. „Ich bin auch sehr skeptisch, ob das Unternehmen, das so fehlgehandelt hat, jetzt über Nacht neue Ideen hat“, sagte der FDP-Politiker am Sonntagabend im ZDF. Zu einem möglichen Antrag auf neue Staatshilfen erklärte er: „Der muss pflichtgemäß geprüft werden, Ausgang völlig offen. Es gibt keinen Anspruch auf Zusage.“

Deutschsprachiger Manager gesucht

Medienberichten zufolge sucht GM inzwischen extern nach einem Nachfolger für den scheidenden GM-Europe-Chef Carl-Peter Forster. Laut „Frankfurter Rundschau“ hat der Magna-Manager Herbert Demel gute Chancen auf den Schlüsselposten bei der Sanierung des Autobauers. Forsters Nachfolger solle möglichst aus dem deutschsprachigen Raum kommen, berichteten „FR“ und „Handelsblatt“ übereinstimmend. Demel hätte Berichten zufolge auch im Fall einer Übernahme durch Magna Opel-Chef werden sollen.

GM würde damit einer Forderung von Betriebsratschef Franz nachkommen, der sich für einen externen Nachfolger Forsters stark macht. Der Opel-Sprecher wollte sich am Montag nicht zu Personalspekulationen äußern.

Kosten sollen um 30 Prozent gedrückt werden

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach sich gegen eine staatliche Unterstützung für General Motors aus. Staatliche Kredite seien nun „um ein vielfaches riskanter als bei Opel-Magna“, betonte er mit Blick auf den geplatzten Deal mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, dank gestiegener Umsätze verfüge Opel über einen Cash-Bestand von 1,75 Milliarden Euro. Damit sei das Unternehmen in der Lage, die noch ausstehenden 800 Millionen Euro aus dem Brückenkredit zunächst ohne fremde Hilfe zurückzuzahlen.

Der designierte Opel-Aufsichtsratschef Bob Lutz hatte bereits am Wochenende versichert: „Wenn gefordert, wird GM die Überbrückungskredite zurückzahlen.“ Den Schweizer Zeitungen „Sonntag“ und „Zentralschweiz am Sonntag“ sagte er, der zum Ende 2008 entwickelte Sanierungsplan sei weiter die Basis für ein profitables Geschäftsmodell: „Der Plan sieht eine 30-prozentige Reduzierung der strukturellen Kosten vor. Im Übrigen haben alle potenziellen Investoren diesen Plan als Basis für ihre Angebote genommen. Wir werden nun die aktuelle Situation genauestens analysieren und entsprechende Maßnahmen vorschlagen. Wir erwarten keine grundlegenden Unterschiede zu den bislang diskutierten Modellen.

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