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Autobauer Pfeil: Magna gibt Teil des Opel-Kredits in Russland aus

Der künftige Opel-Eigentümer Magna will nach Aussage von Opel-Treuhandmitglied Dirk Pfeil einen erheblichen Anteil des deutschen Staatskredits für den Rüsselsheimer Autobauer in Russland ausgeben.

Offenbar will der neue Quelle: AP

"Von den 4,5 Milliarden Euro sollen nach dem Magna-Konzept über 600 Millionen Euro zur Modernisierung der russischen Automobilindustrie eingesetzt werden", sagte Pfeil laut Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (heutige Ausgabe).

Pfeil hatte in der vergangenen Woche als Mitglied im Treuhandbeirat seine Stimme für den Opel-Verkauf an Magna verweigert. Der österreichisch-kanadische Autozulieferer hatte gemeinsam mit der russischen Sberbank nach monatelangem Poker von der früheren Opel-Mutter General Motors den Zuschlag für 55 Prozent an Opel bekommen.

Nach Einschätzung Pfeils bedeutet das geplante Engagement von Opel in Russland "die Übertragung deutschen Fachwissens nach Russland und den späteren Abbau von Arbeitsplätzen bei uns." Der Insolvenzverwalter und hessische FDP-Politiker hält den Erfolg des neuen Unternehmens für unwahrscheinlich. Die Marktentwicklung in Russland werde von Magna viel zu positiv eingeschätzt. Pfeil rechnet zudem damit, dass die Staatshilfe für Opel über 4,5 Milliarden Euro nicht nur in Form einer Garantie, sondern als direkter Kredit erfolgt.

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