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Autoexperte Harbour "Wenig Erholung bei US-Autoherstellern"

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Die US-Regierung hält noch 61 Prozent an GM. Baut GM das Elektroauto Chevrolet Volt, weil das Management an den Erfolg glaubt oder weil die Regierung es will?

General Motors hatte die Entwicklung des Chevrolet Volt bereits vorangetrieben, bevor die US-Regierung sich beteiligt hat. Der Chevrolet Volt ist mit über 40.000 US-Dollar einfach zu teuer, als dass er sich für den Verbraucher rechnet. Daher wird er von Anfang an nicht in größeren Stückzahlen verkauft werden. Ich gehe davon aus, dass GM den Chevrolet Volt aus Imagegründen anbietet. Sie wollen zeigen, dass sie bei dem Zukunftsthema Elektromobilität in vorderster Front aktiv sind. Eines ist aber auch klar: Die Preise für Erdöl werden weiter steigen. Auf Dauer wird das Elektroauto deshalb sinnvoll sein. Man kann warten, bis es so weit ist oder jetzt schon mit dabei sein und sich auf die Zukunft entsprechend vorbereiten. Zudem kann GM die Expertise, die sie durch den Chevrolet Volt gewinnen, für ihre Hybridautos einsetzen. Man sollte GM Beifall zollen, dieses Risiko einzugehen.

GM war lange der größte Autobauer der Welt, auch Ford war weit oben im Weltranking. Wo stehen die US-Hersteller in fünf Jahren?

Die US-Hersteller werden ganz oben für mehr Wettbewerb sorgen. Toyota, Volkswagen und Hyundai werden in fünf Jahren um Platz eins kämpfen. GM und Ford hoffen, dann auch unter den globalen Top Fünf zu sein.

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    Sie untersuchen jedes Jahr Dutzende Fabriken unterschiedlicher Hersteller und vergleichen die Produktionseffizienz. Ist eine schlanke Produktion überhaupt noch ein Wettbewerbsvorteil oder sind die Werke durch die Globalisierung inzwischen alle ähnlich effektiv?

    Ich kann nicht über die Ergebnisse der letzten zwei Jahre sprechen, denn diese sind vertraulich. Aber ich kann sagen, dass es noch immer sehr große Unterschiede bei der Produktionseffizienz gibt, auch innerhalb von Europa oder den USA. Die starke Annäherung, die wir vor einigen Jahren noch vorhergesagt haben, wurde nicht überall realisiert. Grundsätzlich sind die Japaner immer noch klar führend bei Qualität, Kosten und Produktivität. Der Vorsprung ist aber knapper geworden.

    Toyota war hinsichtlich der Produktion immer das Vorbild in der Branche. Gilt das auch nach den Qualitätsproblemen in den USA?

    Das Krisenmanagement von Toyota nach den Qualitätsproblemen war sehr un-Toyota-haft. Es ist eher ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte, als ein Vorbild. Das ändert aber nichts daran, dass Toyota die beste Produktion in der Branche hat. Was Effizienz und Qualität in der Produktion angeht, schauen nach wie vor alle zu Toyota auf.

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