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Automobilindustrie Brennstoffzellen-Mercedes soll 2015 auf den Markt kommen

Daimler möchte bereits in sieben Jahren die ersten Brennstoffzellen-Fahrzeuge der Marke Mercedes verkaufen. Wie Daimler-Chef Dieter Zetsche im Gespräch mit der WirtschaftsWoche auf der Detroit Auto Show ankündigte, wird Daimler 2010 „mit einer kleinen Volumenproduktion von Brennstoffzellenfahrzeugen“ beginnen.

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Daimler-Chef Dieter Zetsche Quelle: dpa

Es könnte sein“, so Zetsche, „dass wir fünf Jahre später die Autos zu vernünftigen Preisen in unseren Autohäusern angeboten werden.“

Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff praktisch emissionsfrei in elektrische Energie um. Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass Brennstoffzellenfahrzeuge frühestens in 20 Jahren zu moderaten Preisen angeboten werden können. Ein Problem für die Fahrzeuge ist die fehlende Wasserstoffversorgung. Zetsche betonte nun, dass Daimler nicht länger darauf warten wolle, dass Wasserstoffhersteller wie Linde ein Tankstellen-Netz aufbauen. „Wir haben beschlossen, jetzt den ersten Schritt zu tun, und hoffen, dass die Wasserstoffanbieter nachziehen.“

Bei der weniger visionären grünen Technik, etwa der Benzindirekteinspritzung oder der Start-Stop-Technik (Abschaltung des Motors an der Ampel), räumte Zetsche einen Rückstand gegenüber BMW ein: „Sie haben Spritspartechnologien teilweise früher ausgerollt, als wir. Da ist BMW konsequenter vorgegangen, weshalb sie in einzelnen Segmenten bessere Verbrauchswerte haben.“ Mercedes arbeite jedoch an vergleichbaren Technologien und werde „mindestens die vergleichbare Durchdringung mit diesen Technologien“ erreichen. „Wir sind heute vielleicht sogar etwas aggressiver als BMW“, sagte Zetsche.      

Zu der seit Monaten diskutierten Zusammenarbeit mit BMW sagte der Daimler-Chef, dass es eine gemeinsame Fahrzeug-Plattform mit BMW nicht geben werde. Bei Komponenten oder Motoren könne er sich jedoch eine Zusammenarbeit gut vorstellen. Als Beispiel nannte er die Entwicklung von Spritspartechnologien: „Wir hatten ursprünglich mit Siemens angefangen, die Benzindirekteinspritzung zu entwickeln“, so Zetsche. „Dann sind wir zu Bosch gewechselt und BMW hat mit Siemens weitergemacht. So haben beide diese Technologie parallel entwickelt und bringen sie jetzt mit einem Monat Abstand in den Markt – an sich ist das ein Schwachsinn. Wenn man bei solchen Dingen kooperieren würde, wäre das für beide Seiten sinnvoll.“

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